Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 36.1918

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mol 4 a.J K o. {di, b i e b e n g e -
stifften Pfründen zu gehöre n,
Item ain Silberin dergullter Kelch
mit sampt der patenen, ist Walther
Ehingllrs 12), wigt 2 Marck und % lot,
am Silberin vergällten Kelch mit
sampt ber patenen, hat atn geschmellt-
zen13) Fuß, ist der Ehinger, wigt
2 Marck und 10 lot,

Mn Silberin dergullter Kelch, mit
ber patenen, ist ber Arlenbiß Wap-
pen daran, wigt 1 Marck und ll1/^ lot.

3 Kelch. — Summa 6 Marck ttnb
6 lot.

[Sol. 4 b.] atn Silberin vergällter
Kelch mit sampt dtzr patenen, ist der
Ehinger und Crafst Wappen daran,
wigt 2 Marck und 3 lot,
ain Silberer dergullter Kelch mit

der pateneu, ist der Ehinger und amt-

der Schillt daran, im Knopfs, wigt
2 Marck und 9 lot,
ain Silberin dergullter Kelch mit

der patenen, ist der Ungelter15) Wap-
pen daran, wigt 2 Marck und 2y2 lot,
ain Silberin vergulltlen Kelch utit

sampt der patenen, est der Schermayr
Wappen daran, wigt 1 Marck und 13 lot,
ain Silberin dergullter Kelch mit

der patenen, ist der Renntzen Wappen
daran, wigt 1 Marck und 13 lot.

5 Kelch. Sitmma 10 Marck und
3sch lot.

Summa 8 Kelch. - Summa Sutu-

sch 1451 wird idle Kapelle >des Watthori
Ehinger done memorie masistri civium
quondam opidi ulmensis geweiht mit dem
Choraltar der Kapelle zu Ehren «der Dreifal-
tigkeit, mit einem zweiten Mar in der Ka-
pelle zu Ehven des hl. Johannes Baptist. mit
einem dritten Altar zu Ehren des hl. Marti-
nus und mit einem Altar in krufta zu
Ehren Mariä Himmelfahrt. S. Endris, W.
VJh. 1913, S. 107. Wcyhermann II nennt
Walter I Ehinger, Stifter der Kapelle S.
Georg, h 1969, und Waller V. Ehinger, Bür-
germeister in Ulm, h 30. März 1606.

“) M t Email äusgelegt.

14) Arlenlbih öder Arlabus, reiche Ulmer
Familie. Ein Äuitprand A. war 1299 Richter,
ein anderer gleichen Namens lebte 1383. Eine
Anna Avlabußin macht 1441 eine Stiftung
ins Predigerkloster. Weyhermann, Nachrich-
ten von G-elehrten, Künstlern usto. aus
Ulm II.

*5) 1408 wind die Kapelle der Ungelter zu
Ehren Ehvifti und Mariens und des Apostels
Matthäus u. et. Heiligen geweiht. S. Endris,
W. VJh. 1919, S. 106.

marum aller Kelch, so zu den gestifsteu
Pfründen gehörn, kaeit 16 Marck 14 lot
und zway quintlen, und sinib ullso in
dem Phediger Closter beliben.

[Fol. 6 a.] Barfüster-Closter16).

Item ain silberin Crutz mit Klaiduug
vergullt, wigt 4 Marck,
ain silberin Serchlin, darynn ain baini
tottenkopfslin ist, wigt 2 Marck 9 lot,
ain Silberin weiß Crutzlin, ist hayl-
tumb darynn gewesen, wigt 14 lot,
ain Silberin Mnsterantz, wigt 7 Marck
und 7 lot,

2 silberin Meß oder opfferkentlin, we-
gen 1 Marck 3 lot und 3 quintlen.

Summa 16 Marck 1 lot und 3 quint-
len ttnd ist in das Stewrhaws geant-
wurt worden.

[Fol. 6 b.] Kelch, die dem ge-
nt a i n e n Convent z: u g e h ö r e n.

Item ain Silberin dergullter Kelch
mit der patenen, hat kein Wappen, wigt
2 Marck 11 lot und 1 quintlin,
ain Silberin dergullter Kelch mit

der patenen, ist des Waltenbergers Zai-
chen daran, wigt 2%, Marck,
ain Silberin dergullter Kelch mit

sampt der patenen, hat kain Wappen,
wigt 1 Marck 13 lot,
ain Silberin vlergullter Kelch mit

sampt der patenen, ist der Ungelter Wap-
pen daran, deßgleichen der Wespach
Wappen, wigt 2 Marck und 1 lot,

ain Silberin dergullter Kelch mit

der patenen, hat kain Zaichen, wigt
1 Marck und 10HH tot,
ain Silberin dergullter Kelch mit der

patenen und mit dem Zaichien 17)

wigt 1% Marck,

ie) Das Barfüßerkloster ward 12.29 von
Gmüwd aus gegründet; 1531 durch de Re-
formation aufgehoben; 1564—1559 wurde, die
Kirche für kathol. Gottesdienst überlassen;
1569 wuvd-e die Kirche dritte evangel. Pfarr-
kirche, 1705 Garnisonskirche, 1808 Zollamts-
lagerhaus. Der Mtar kam in ^den Münster-
chor, wo er noch ist. Das Kloster war feit
1531 Gymnasium, 1799 Mill tärlazarett 1801
wieder Gymnasium. 1874 wurde Kloster und
Kirche zur Freilegung des Münsterplatzes ab-
gebxochen.

17) Dieses Zeichen ist das Siegelzeichen des
Kirchenpflegers Hainrich von Haunsteten 1450
(26. Felbr.) noch einer der Handschrift heilie-
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