Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 37-39.1919/21

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Winzingen, Seitenaltar.

der Rechberg. 1467 wurde dP Pfarr-
kirche anläßlich der Investitur des von
Hugo von Rechberg präsentierten Pfar-
rers Johann Schnitzer ausgeführt als
6ccl68ia parochialis BMV. et Sancti
Galli. Dieses Doppelpatro zinium wird
sich auf die erste Kirche beziehen. Um
1601 kam Winzingen an die Witwe Ma-
ria von Neuhausbn, geb. von Rechberg,
1607 an den Hauptmann Joachim Ber-
thold von Roth von Ulm. Dieser ließ
1619 die Pfarrkirche neu banm (zweite
Kirche), wie er auch! das Schloß in dem
Ort erbaute. 1620 führte er die Augs-
burger Konfession ein. Nach seinem
Tode 1621 kam der Ort in den Besitz
des Benjamin von Bubenhofen auf
Ramsberg. Nach einem Bergt ach mit
Württemberg, das den Ork aus Ersuchen
des Von Roth besetzt hielt, wurde 1628
die katholische Religion wieder einge-
führt. Bon der zweiten Kirche sind
noch vorhanden die zwei Holzpilaster,

Träger der Empore mit den Inschriften
IHS und MRA und 1619.

Die jetzige drifte Kirche wurde erbaut
1692 mit vieleckig geschlossenem Chor,
das Innere mit Stukkaturen geschmückt,
die sehr leicht und gefällig sind. 1696
wurde die Kirche eingeweiht zu Ehren
des hl. Sebastian und Rochus. Es tritt
also ein Wechsel des Patronats ein. Da

Winzingen, Hochaltar.
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