Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 37-39.1919/21

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Benediktin. Monatsschrift,
1920 (II), 7-/8. und 9.-12. Heft,
.Kunstverlag Beuron.

Das Doppelheft enthält folgende Illustra-
tionen von Werken des P. Gabriel Wüger:
Karton zur Konstanzer Krönung Mariä
(1876), Christus skizze zu einer Krönung
Mariä, harfenspielender Engel (getuschte Fe-
derzeichnung, und ein Jugendporträt des Dr.\
phil, Rudolf Wolter, des späteren Erzabtes
Maurus von Beuron (1866). Der Artikel
„Abtsweihe in Oirobenren" enthält eine Kar-
tusche mit dem Gesamtwappen der Abtei und
einem Kupferstich von Klauber: das Kloster
Ottobeuren 1766.

Die Hefte 9/12 sind ganz dem hl. Hie-
ronymus gewidmet zur 1600. Wiederkehr
seines Todestages (30. September 420). Der
Bildschmuck ist ganz auf den großen Kirchen-
lehrer eingestellt.

Miniaturen, Holzschnitte, Kupferstiche,
Schrotblätter, Gemälde, die im ganzen Heft
verstreu: sind, bilden die Illustration zu einer
entwicklungsgeschichtlichen Arbeit von P.
Ansgar Pöllmann: „Von der Entwicklung
des Hieronymus-Typus in der älteren Kunst."
Me Studie zeugt von liebevoller Hingabe an
den Stoff, von feiner Beobachtungsgabe und
kritischer Wertung der einzelnen Bilder und
der Entwicklungsphasen. Auf kulturgeschicht-
lichem, geschichtlichem, kunstgeschichtlichem,
liturgischem und ästhetischem Hintergrund
heben sich die Etappen der künstlerischen Dar- |
stellung des Heiligen wirkungsvoll ab. Biel-
leich: ist die ganze Studie nur ein Ausschnitt
einer größeren und eindringenderen Arbeit,
die der Heilige von dieser Seite aus wahrhaft
verdiente.

Die drei Hefte sind auch als selbständiges
Werk unter dem Titel: „Dem hl. Hierony-
mus" zum Preis von 16 M. erschienen.

'S. Weser.

Die christliche Kunst, XVI,
1919/20. Heft 7—12.

Das Doppelheft 7/8 mit Einschaltbild Na-
zareth von Huber (Sulzemoos) ist besonders
dem Tiroler Maler R a s f e i n e r gewidmet.
Dem am 1. Dez. 1916 in Wien verstorbenen
Bildhauer Ignaz Meirich fetzt Zils ein
pietätvolles Denkmal. Faulner behandelt den
Kreuzweg von Januar iusZick in S. Ul-
rich in Augsburg' mit vollständiger Abbildung
aller Stationen.

In Heft 9 ist das Einschaltbild von Jo-
seph Maria B e ck e r t, die Legende vom
Maler unserer lieben Frau. Den Werken des-
selben Künstlers, der mittelalterliche Innig-
keit in seine Psyche trägt, ist das ganze Heft
gewidmet.

In Heft (10—12), Einschaltbild von Kau,
Christus und die Kinder, ist das Thema
„K ir ch e n e r we i te r u n g e n" aus alter
und neuer Zeit sehr lehrreich behandelt mit
vielen Plänen und Rissen. Hermann Handel-
Mazetti schließt seine Arbeit über „H u ng e r-
t ü ch e r" ab. Ein Aussatz handelt über die

kirchliche Kunst iw kirchlichen Gesetzbuch. Der
Maler Immenkamp wird von Steinacker
gewürdigt.

Die christliche Kunst, XVII,
Heft 1 und 2. 1920/21.

Das Einschaltbild zeigt den Kruzifixus von
Velasquez. Das Heft gilt in feiner Ausstat-
tung besonders dem am 16. Sept. 1919 ver-
storbenen Maler Friedrich Stummel, der in
Steglitz und Berlin, Kevelaer. Luxemburg,
Köln äls Monumentalmaler sich verewigte.
Ein Vortrag von Staudhamer handelt über
„Kirche und christliche Kunst".

D i e ch r i st l i ch e K u n st. XVII, Heft
3/4 und 7/8, 1921.

Das erste Doppelheft mit Matth. Schießls
Geburt Christi als Einschaltbild behandeln
die Bildhauer Otto Zehentbauer und Joseph
Müller, der das Lueger-Denkmal in Wien
schuf. Sehr interessant bespricht Walter „Das
Mysterium der Jungfrau zu Grünewalds
Symbolik im Jsenheimer Altar". Das
zweite Doppelheft, geziert mt: einer Madonna
von Beckert, bringt aus der Feder Felix Ma-
ders den Artikel über Holzplastik im Hochstift
Eichstätt am -Voräbend der Renaissance mit
sehr reichem Bildermaterial. Döring schreibt
einen „Beitrag zur Geschichte Matthias
Grünewalds". Heft 6/6 ist der Redaktion
nicht zugegangen.

Der Pionier. XIII, 7. und 8. Heft,
1921,

enthält eine 'Ä'tubie über das weit verbrei-
tete Gnadenbild „Maria Hilf" von Lukas
Cranach in der St. Jakobskirche zu Innsbruck.
Der Entwurf zu einem Prozessionsaltar
von Erb scheint mir keine glückliche Lösung zu
bieten.

Deutsche G ew e r b e s ch a u, Mün-
chen 1922,

ist eine Denkschrift für eine Ausstellung 1922
in München, die Produkte aus Stein (Säulen,
Reliefs, Urnen, Grabsteine), Keramik, Glas,
Metall, Holz, Textilien u. v. a. umfassen soll.
Für die Ausstellung sind sieben große Hallen
vorgesehen.

Anzeiger des Germanischen
N a t i o u a I m u s e u m s. 1919, Heft
1/2 und 3/4.

Eine Darstellung der Geburt Christi aus
einem Nürnberger Hause, auf Kalkputz ge-
malt, eine Madonna, 1420, aus Lindenholz
(Thüringisch), die Grabsigur des 1246 ge-
storbenen Grafen Heinrich III. von Sayn
aus Eichenhohz, einen Altarentwurs, ge-
tuschte Federzeichnung des 18. Jahrhunderts —
heben wir aus den abgebildeten Neuerwer-
bungen besonders hervor.

Dieser Nummer ist ein Prospekt der Ver-
lagsbuchhandlung I. P. Bachem in Köln
beigelegt betr. das in zweiter, neubearbei-
teter Auflage erschienene Werk Kölner
Kirchen von Dr. Heribert Reiner s.

Stuttgart, Buchdruckcroi der Akt.-Ges. „Deutsches Bolksblatt".
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