Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 40.1925

Seite: 34
DOI Heft: 10.11588/diglit.15943.3
DOI Artikel: 10.11588/diglit.15943.15
DOI Artikel: 10.11588/diglit.15943.16
DOI Seite: 10.11588/diglit.15943#0046
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/afck1925/0046
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
Euer Exzellenz!
Hochwürdigster Herr Bischof!
Gnädigster Herr!

An dem hohen Doppeljubiläum Euer Exzellenz nimmt mit großer
Freude der Rottenburger Diözesankunstverein lebhaften Anteil und
fühlt sich aufs innigste verpflichtet, Euer Bischöflichen Gnaden in
dankbarer Huldigung sich zu nahen.

Wir wiffen, wie schon die Ingendjahre unseres Bischofs dem lie-
benden Verständnis und der eifrigen Pflege der christlichen Kunst ge-
widmet waren, wie die Jahre der akademischen Wirksamkeit in viele
Herzen Liebe und Begeisterung für diese Kunst ausgegoffen haben, wie
eine nimmer rastende Feder in einer großen Reihe von geistreichen
Arbeiten und Schriften die Schönheiten und die verborgenen Geheim-
nisie der heiligen Kunst erschlossen hat.

Wir verehren in Euer Gnaden die Seele unseres Diözesankunst-
vcreins, den eifrigen Mitarbeiter und jahrelangen Schriftleiter des
Archivs für christliche Kunst, den allzeit bereitwilligen Berater in den
schwierigen Fragen des Baues und der Erneuerung von unzähligen
Kirchen unserer Diözese.

Lautredende Zeugen Ihrer bischöflichen Hirtensorge auf dem Ge-
biete der Kunst werden immerdar sein und bleiben die vielen Kirchen
der weitverzweigten Diaspora, deren Bau und Ausstattung und deren
Weihe für den heiligen Dienst einen glänzenden Ruhmestitel Ihres
oberhirtlichen Wirkens bildet.

Mit unendlicher Freude hätte die Diözese ihren Iubelbischof an
seinem Doppelfeste in einen neuen Dom zum Iubelgottesdienst ge-
leitet. Den nur allzu berechtigten Wunsch hat die neidische Ungunst
der schlimmen Zeit uns versagt. Dafür haben sich Euer Exzellenz in
den Herzen der Diözesanen einen lebendigen Dom der Verehrung ge-
baut, auS dem vieltausendstimmig in diesen Iubeltagen das dankbare
Gebet sich emporringt zum Thron des höchsten Bischofs unserer Seelen:

Oremus pro Antistite nostro Paulo Gulielmo! Stet et pascat in
in fortitudine tua, Domine, in sublimitate nominis tui!

In tiefster Ehrfurcht

Söflingen, im Juli 1925.

Namens des Diözesankunstverems:
Die Gchriftleitung des Archivs

Weser.
loading ...