Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 41.1926

Seite: 31
DOI Heft: 10.11588/diglit.15944.2
DOI Artikel: 10.11588/diglit.15944.10
DOI Seite: 10.11588/diglit.15944#0035
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/afck1926/0035
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
Ziborium; Zritz Möhler, Goldschmiedenieister,
Gmünd

Ziborium; Joseph Seitz, Goldschmied,
München

Der Deckel ist gekrönt von einer gedrückten Kugel in weißem Email, von
knöpfchenbesetzten Linien durchzogen. Ein schlankes, elegantes Kreuz, wieder
ntit Drähtchen und Knöpfchen überlötet, desten schmale Balken wieder in wei-
ßem Email leuchten, schließt wirkungsvoll ab. Die zarte Technik der Dräht-
chen lind Knöpfchen übergießt die ganze Schöpfung wie mit feinstem Tali oder
Schneekristallen.

In der ganzen Behandlung, im Aufbau, in den Verhältnissen, im zar-
testen Dekor und in der Materialbehandlung tritt uns ein edles Meisterwerk
entgegen, zu dem wir nicht bloß den aufstrebenden Künstler, sondern auch die
Kirche Spaichingen als Besitzerin beglückwünschen. Fast ist eS schade, daß das
Gefäß mit dem Mäntelchen umhüllt wird. Vielleicht läßt sich auch eine
Hülle Herstellen aus dünnster weißer Seide, die Glanz und Fornt hindurch-
scheinen läßt. W.

31
loading ...