Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 41.1926

Seite: 52
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(1. Ausl. 1894); „Aus Kunst und Leben" (1905); „Aus Kunst
und Leben", Neue Folge (1906); „Die Rottenburger Dombau-
frage" (1904). Auch in diesen Werken, die von einem bedeutenden
buchhändlerischen Erfolg begleitet waren, haben Theorie und Praxis
einen ersprießlichen Bund eingegangen. Nicht nur im „Archiv"
und in den ebengenannten Werken, sondern auch in zahlreichen
Beitragen für andere Zeitschriften hat die eifrige Feder des Ver-
storbenen der Kunst gedient. Zu dieser staunenswerten Tätigkeit
aber kommt besonders für die Zeit seines bischöflichen Wirkens in
der Diözese (1899 — 1926) hinzu die unermüdliche praktische, aus-
schlaggebende Anteilnahme an kirchlichen Umbauten, Neubauten,
Restaurationen, Bemalungen und 'Ausstattungen. Ungefähr fünf-
zig Kirchen sind unter seinen Augen, mit seiner Beratung, unter
seiner Anweisung uttd mit seiner tatkräftigen Unterstützung gebaut
worden. Besonders ist eS die katholische Diaspora, die dem ver-
blichenen Bischof unendlich viel verdankt. Saxa loquuntur! Die
Steine und Mauern und Türme der Kirchen künden den Eifer des
bochfeligen Bischofs, der sie erbauen ließ für den geistigen Tempel-
bau in den Herzen seiner Diözesanen.

So rufen wir ihm für dieses überreiche Wirken im Reiche der
Kunst zu Gottes Ehre und zum Heil der Seelen den Dank unserer
Seelen und unserer Herzen nach in die Ewigkeit:

Memoi'ia eius in benedictione!

Söflingen, 23. Juli 1926.

Die Schriftleitung:

R. Wese r, Stadtpfarrer.

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