Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 41.1926

Seite: 87
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Anschauung bringt. Das Werk ist sehr empfehlenswert. Es erscheint in dreifacher Ausgabe,
nicht in Buchform, sondern in Leporello: Stark kartoniert, mit Leinwand, zu 15 M., in
leichterer Ausführung zu 7.50 M. und auf starkem Karton in 12 Tafeln zu 5.10 M.

Der heilige Habenichts. Von Heinrich Federer. Verlag Ars facra, Joseph
Müller, München, 1926. 80 Pfg.

„Zwei, drei Wörtlein" nur! Und fünf Bildlein aus dem Leben des Povcrello, des
Armen von Assisi. Es ist ein liebliches kleines Büchlein, das von der allgemeinen Aufmerk-
samkeit redet, die Franz auf sich gezogen hat seit Sabaticr, so daß Andersgläubige, Frei-
denker und Sozialisten sich mit seiner Person abgebcn. Federer zeigt, wie diese „sabalicr-
maßige" Franziskusliebe oft einer Franziskussensation und FranziskuSmode gleicht, weit
entfernt vom steten, stillen und kräftigen Strom katholischer Franziskusandacht. Auch die
Darstellungen, die der Heilige in der modernen Kunst findet, bekommen ihre gerechte Note.
Und dann schildert Federer die Wahrheit und Tiefe dieses begnadeten Heiligen und findet
ergreifende Worte über die Grundstimmung seiner Seele, die in der Liebe zur heiligen
Armut wurzelt. Ihr, der heiligen Armut, und dem wunderbaren Bettelmann, dem heiligen
Habenichts, gelten die offenen Worte des Dichters, der diesen Geist der Armut der Welt
wünscht.

Der Verlag hat das kleine Werkchen mit schöner Schrift und schönen Bildern aus-
gestattet, ihm einen billigen Preis gegeben, so daß es als Herold des Armen und der Armut
leicht den Weg zu vielen Herzen finden wird. S. — W.

Neue Weihnachtökrippenkarten: Anbetung der Könige, 2. Serie. 1.60 M.

Auf sieben prächtig ausgestatteten Künstlerkarten bietet der Verein der Krippenfreunde
in Innsbruck (Mariahilf 20) 17 herrliche Krippenfiguren vom größten Krippenkünstler
Deutschlands, Joseph Ritter von Führich, dem Volke dar. Es sind die Heiligen drei Könige
n,it je einem Begleiter, ein schwebender Engel und zehn Schäfchen, alles allerliebste Figür-
chen. Die Drei Könige sind wirkliche, hoheitsvolle Majestäten. Zunächst dem Christkind
kniet ein ehrwürdiger Greis; er inzensiert seinen Gott in schön liturgischer Form. Sein
Blick spricht laut von GlaubenSticfe und Innigkeit; die Krone legt er ihm zu Füßen. Die
glänzendste Figur ist der zweite König: er naht im wallenden Purpurmantel mit höchster
Eleganz — ein wenig mehr, und er wäre kokett zu nennen. Welche Vollendung in der
Linienführung! Der Mohrenkönig verkörpert die ganze Erlösersehnsucht der schwarzen
Rasse: Das Auge zum Himmel erhoben, die Rechte auf der Brust, trinkt er in vollen
Zügen das Glück, seinen Gottheiland gefunden zu haben. Jedem König folgt ein dienender
Begleiter mit dem Wcihegeschenk. Ihre Haltung zeigt den Glauben, die Ehrfurcht, Andacht,
Ergriffenheit und übergroße Freude. Der schwebende Engel singt und sagt und jubelt voll
Weihnachtsfreude, und selbst die Schäflein haben etwas Besinnliches, Seelenvolles. Willst
du deinen Kindern nicht diese Wcihnachtsfreude verschaffen?

Benediktinische Monatsschrift, 1926 (VIII) Nr. 5/6.

Die Arbeit über Joseph Guntermanns Kunstentwicklung von P. Pöllmann wird fort-
gcsetzt. Ein Herz-Iesu-Bild von Guntermann und die Apside der Herz-Iesu-Kirche in
Stuttgart von Anton Bantle sind als Bildschmuck und zum Vergleich beigcgcben.

Blätter für Württ. Kirchengeschichte, 1926 (XXX).

Heft 1/2 ist besonders dem Andenken Gustav Bosserts gewidmet.

Heimatbuch für Gmünd und weitere Umgebung. Von Georg Stütz. I.Bd.:
Gmünd in Wort und Bild. 2. Aufl. Gmünd Remözeitung, 1926,
212 S.

Der „Führer", dessen 2. Auflage erscheinen konnte, hat sich viele Freunde erworben. Er
ist mit großer Liebe zu Stadt und Umgebung zusammcngcstellt und nichts von BcmcrkenS-

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