Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 41.1926

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FrauenklofterS, welches das hervorragendste FranziSkanerinnenklofter in Süd-
deutschland gewesen zu sein scheint. Es war dem Kloster möglich, allerdings
mit großen Anstrengungen und Kosten, sich 1773 unabhängig zu machen von
der überaus schikanösen Schutz- und Schirmvogtei Ulms und ein unmittel-
bares Reichskloster mit Sitz und Stimme auf den Kreis- und Reichstagen zu
werden. Allerdings hat diese Herrlichkeit der Reichsäbtissin von Söflingen
nur knapp 30 Jahre gedauert. Seine Eigenart und seine kulturelle Bedeu-
tung hat erst die brutale Säkularisation von l 822 zu vernichten vermocht.

Übersicht

zur „Baugeschichte von Söflingen".

1227 Niederlassung in Ulm auf dem Mönchshof.

>257 Bau in Ulm.

1239 Schutzbrief König Konrad 1^'.

1239 genannt Kloster der hl. Elisabeth in Ulm.

I 247 Unterstellung unter das Provinzialat für Alemannien.

>258 Jan., 13., Schenkung des Grafen Hartmann von Dillingeu.

1258 genannt „Schwestern vom Garten Mariä" in Söflingen.

1258 Bau des Klosters und der Kirche in Söflingen.

>258 Verzicht des Bischofs Hartmann von Augsburg auf seine Rechte auf die Güter
in Söflingen.

1259 Jan., 24., Verzicht des Pfalzgrafen Hugo von Tübingen.

1259 Mai, 25., Verzicht des Grafen Heinrich von Helfenstein.

1263 Okt., IO., zweiter Verzicht des Bischofs Hartmann von Augsburg.

1267 März, 24., Verzicht des Rudolf von Klingenstein und seiner Söhne Heinrich und
Werner.

I27O März, 24., Bestätigung des Erwerbs der Güter des Ebo von Söflingen.

127O Bestätigung des Erwerbs der Güter des Heinrich Schwarz von Söflingen und
der Willibirg, Witwe des Wikmann von Aiselingen.

>272 Erwerb der Reichenauer Zehnten in Söflingen, Butzental und Harthausen.

1484 Reform des Klosters.

1492 Neubau des Klosters unter Äbtissin Elilabeth Rcichnerin.

1513 —50 Abtissin Kordula von Reischach.

1553 Verkauf der Güter des Mönchshofs an Ulm.

1572 Guß der großen Glocke der Kirche (I92O Umguß).

1685 Äbtissin Euphrosine Rampf, Plan des NeubauS der Kirche.

1687 Grundsteinlegung durch P. Wolfgang Zeech.

1687 Zweite Glocke.

1687 Äbtissin Klcopha Veeser.

1688 Äbtissin Angela, Gräfin Sclavata.

1688 Kaspar Feichtmair, Maucrermeiftcr des Kirchenbaus.

1688 Jahrzahl am Chorbogen.

1688 Jahrzahl an der ersten Kirchenbank.

>688 Jahrzahl an der Uhrcntafcl hinter der Orgel.

1693 Einweihung der Kirche.

1699 Neubau der Kirche in Harthausen.

1722 Schwcsteruverzeichnis.

1726 Neubau von S. Leonhard.

1729 Ornatanschaffung, teilweise noch erhalten.

1750 Neue Orgel von Orgelbauer Schmahl (Ulm).

1754 Dritte Glocke.
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