Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 41.1926

Seite: 118
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2 ganz silberne Kruzifixe, eines ad 8. Oonatam, das andre zu Maria Hilf (gehörig),
welches letztere von einer Prinzessin aus Franken verehrt worden;

2 kleine Kruzifire von Silber mit Titel und Totcnköpfen auf schwarz gebeizten
Postamenten;

I ganz goldener Kelch, worauf 6 geschmelzte (— emaillierte) Platten, so auch mit
24 Diamanten und 24 Rubinen versetzt sein sollen; cö geht aber ein Rubin ab;

l silbernes ziervergoldetes Lavor (= Lavabo) mit 4 geschmelzten Platten, mit ! Paar
silbervergoldeten Mcßkännchen, Kelch, Patenc, Lavor und Kännchen sind von Bürgermeister
Achilles Stahl gestiftet worden (ch 23. Mai 1708, Killinger Chronik, Rathaus Gmünd.
Diese Achilles Stahlschc Stiftung ist eine der bedeutendsten für den Kirchenschatz gewesen);

1 silberner vergoldeter Kelch mit Deckel von Karl V. verehrt, worin ein Pfeil von
S. Sebastian.

Dieses Ziborium ist 25 Zentimeter hoch. Im Deckel befindet sich innen das ein
gravierte Wappen des Kaisers mit der Umschrift: Carolus V. me dono dedit 1552. Am
Fuße des Ziboriums steht: Calicem hunc a pio Carolo Y. Romano imperatore in
festo Epiphaniae anno 1552 Oeniponti (Innspruck) oblatum et senatui Gamun-
dicosi constantiae obedientiae et perpetuae memoriae gratia donatum ho-
nestissimus vir Johannes Rauchbein Consul impetravit. Franz Taver Dcbler,
Stiftspropst, bemerkt in seinen „Kronologischen Nachrichten" (Rathaus Gmünd), dap
man aus diesem Kelch am Gründonnerstag die ganze Priefterschaft und den Magistrat zu
speisen pflegt. Dies geschieht teilweise heute noch '");

I ganz silberner Kommunikantenbccher;

I silbernes Rauchfaß mit Schiffchen und Löffelchen;

3 mit Silber überzogene Kanontafeln;

I silberner vergoldeter Kelch ohne Patene;

1 silberner vergoldeter Kelch mit Patenc;

2 von Silber getriebene Tafeln mit schwarz gebeizten Rahmen, worauf die Bildnisse
Ccce Homo und Maria Hilf;

1 viereckige Votivtasel mit silbernen Votiven auf schwarzem Samt;

6 Pyramiden, worin sich verschiedene Opfer befinden;

2 Vlumenkrüge, die Postamente mit Silber verziert.

Indem KastenNr. 3:

6 kleine silberne Leuchter auf den Kreuzaltar zur Hochw. Gutsbruderschaft;

4 kleine silberne Leuchter zu Maria Hilf-Altar;

2 große Monstränzlein, worin ein Partikul von S. Florian und einer von S. Ulrich,
deren lit. authenticae auf dem Gewölb bei den Akten zu finden.

1 Kruzifix von Silber auf schwarz gebeiztem Holz ohne Totcnkopf, welche 3 Stück
von R. D. Burkhart Jehlin, benef. ad S. Vitum et Andream, auf den Jehlinsche»
Altar gestiftet worden. (Burkhart Jehlin ch 10. Dezember 1759 nach dem Jahrt.-Verz.
1748, fol. 72 b.)

2 ganz silberne Monstränzlein, gotischer Arbeit, samt einem Goldstücklcin, welches die
Heiligen drei Könige Christo dem Herrn geopfert haben sollen, im andern eine Reliquie
de 8. Sebastiano;

1 großes Ziborium samt Krön oder Deckel mit Stein versetzt;

1 kleines Ziborium;

I silbernes Bildnis 8. Annae, auf beiden Armen Jesus und Maria habend, um den
Hals S. Annä und Mariä ein Korallcnnoster, das Jesuskind ein vergoldetes Halskettlcin,
Anna auch einen KonventionSthaler anhangend, wobei ein schwarz gebeiztes Postament;

I silbernes Kruzifix mit solchem Schein, Titel, Totenkopf und schwarz gebeiztem Po-
stament von Dekan Sebastian Jäger gestiftet (ch 3. Februar 169310 11);

10) S. Weser, Der Kirchcnschatz von Gmünd. Broschüre, „Remszeitung" Gmünd, 1909. Diese
Schrift ist zum ganzen Aufsatz zu vergleichen, da sie über den sehigen Bestand referiert.

n) Diözcsan-Archiv von Schwaben 1902 (XX) S. 107.
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