Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 41.1926

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Mäßig: Aus dem von der Stiftskirche zu Geld gemachte» Silber wurde fol-

geudes erlöst:

für 8 Jl 2 Feinsilber 4 24 fl. 192 fl. 11 kr.

für 11 Jl 13 lut 12°/«lötigeS Silber ä 18 fl. 56 kr. 224 fl.

für 6 Jl 8lötiges Silber ä 12 fl. — : 72 fl.

aus einer Panzerfchnürkette mit 20 lot ft, 1 fl. 18 kr. — : 26 fl.

aus Gold erlöst — : 36 fl. 52 kr.

aus Korallen gelöst und zwar

von der größten Gattung 13 lof ä 2 fl. — : 26 fl.

von der 2. Gatwng 7 lot ä 1 fl. — : 7 fl.

von der 3. Gattung 28 lot ä 45 kr. — : 21 fl.

von der 4. Gattung 6 lot ä 15 kr. — : 1 fl. 30 kr.

zuf. 606 fl. 33 kr.

So war wieder Geld in der Kaffe. Noch 1792 wurde ausgegeben:

für Reparatur von 2 silb. Ampeln 5 fl.;

für eine neue silb. Tauffchalc 4 fl.;

für 1 Paar ziervergoldete Opferkänntlein mit Lavor für S. Johann unter Drangabe
minder wertvoller Garnitur 23 fl. 45 kr.;

Vom Kloster S. Ludwig erkauft 6 Stück große silberne Leuchter 716 fl. 10 kr. 2 hlr.

für eine Monstranz von S. Ludwig erkauft für S. Johann 200 fl, (daran bezahlte
die Bürgerkongregation 100 fl.).

Für 1794 führt die Rechnung auf:

Reparatur des Ciborium zum hl. Öl u. a. 7 fl. 30 kr.

Reparatur 8 silb. Blumenkrüge 3 fl.

Die Jahrgänge der Rechnung von 1796, 97, 98 fehlen.

1799 erhält Oberftättmeister Doll für eine Ampel zu S. Johann 18 fl., und Kano-
nikus Betz für 4 gläserne Leuchter, die von Achilles von Stahl herrühren 44 fl.

Anno 1792 sind nach einem Notazettel zur Erkaufung der 6 neuen silbernen Leuchter
von S. Ludwig (f. oben!) nachstehende Stücke verkauft und eingeschmolzen worden:

Vom Fnggcrschcn Kreuz die Figuren von Maria, Johannes und Magdalena; ferner
aus U. L. Frauen Kindbettkaften:

3 silberne und vergoldete Becher, 1 silberner und vergoldeter Gürtel, 9 Korallen-
rofenkränze, 4 goldene Ringe, 1 silbervergold. Suppenfchüffele mit Deckel, 5 große Pfen-
ning, 1 silb. Votiv, 14 mit Silber ausgefaßte Rosenkränze, 2 silberbcschlagcne Blumen-
kränze.

Danu kam der bedeutendste Aderlaß für den reichen Kirchenschatz im
Jahre 1800. Die Stiftspflegrechnung berichtet: „Am 22. August sind durch
Stiftspropst Thomas Kratzer erlöst worden aus 2 silbernen Brustbildern und
2 silb. Blumenkrügen, aus dem großen Ciborium und einer Ampel 1245 fl.
22 kr., welches Geld von der Stiftskirchenpflege zur Bestreitung der fran-
zösischen Kriegskontribution gratis ohne eine Zurückbezahlung
hergegeben worden." Das reichte noch nicht!

„Am 23. Februar 1801 sind von der Stiftskirche verschiedene Stück,
als silb. Votiv und Gefäß und Rofenkränz von Mariä Kindbett verschmelzt
worden, wovon das Vergoldete gewogen 1 Mark 2 V» lot und nach dem Prob-
zettel fein 79/* lot auf jede Mark, im ganzen also 8’/< lot fein ä 1 fl. 30 kr. ^
12 fl. 11 kr. 2 hlr. An Feingold I'/» Dukaten ä 5 fl. 30 kr. - 6 fl. 11 kr.
2 hlr. Daö nicht Vergoldete 10 V- Mark 1 Ilötigü 16 fl. 30 kr. = 173 fl.

15 kr. Den 1. März sind vom Stiftspropst gute Perlen, welche in der StiftS-

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