Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 42.1927

Seite: 11
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(Ellw. Iahrb. 1922 — 23 S. 19.) Zum Beweis für diese Annahme führt
Häcker an, daß zwischen der Größe der plastischen Schrein- und der gemalten
Flügelfiguren ein merklicher Unterschied bestehe, daß erstere, die doch die
Hauptsache sein sollten, kleiner als letztere seien. Auch in dem doppelten Auf-
treten des ChriftuskindeS bei Mutter Anna und Maria sieht er einen Fehler

Der Schaffncraltar in Wasseralfingen nach einer Zeichnung von Christian plock um 1832

in der Einheitlichkeit und Planmäßigkeit des Altars. In einem Aufsatz der
Ulmer historischen Blätter (Iahrg. 1924, Nr. 4, S. ?) führt derselbe Ver-
fasser zur Bekräftigung seiner Annahme das Resultat einer Untersuchung des
Altars (anläßlich seiner Verbringung nach Stuttgart zum Zweck der Restau-
rierung) durch E. Wengert-Ellwangen an. Dort heißt eS abgekürzt: „Was
die Plastik betrifft, so erklärt er (Wengert) eS jetzt für sicher, daß die drei gro-
ßen Holzfiguren im Schrein nicht zu diesem gehörten. DaS beweisen Löcher,
die von unbeholfener Hand in die Rückwand deS Schreins geschnitten sind,
um die Figuren zu befestigen. DaS beweist auch die Hand des Matthäus, die
über den Schrein herausragt und abgenommen werden muß, um diesen zu
schließen. Stephanus und Maria sind von demselben Meister, während
Matthäus von einem Bildschnitzer geringeren Könnens herzurühren scheint.
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