Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 42.1927

Seite: 51
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nicht wie mehrfach zu lesen ist, seine Tochter Martha, vermählt mit Bild-
bauer Prof. Hugo Berwald, sondern die jugendliche Gemahlin Kopfs Modell
gestanden.

Hinter der Porträtgalerie mit ihren etwa 300 Träger» bedeuten-
der Namen steht der Bildersaal der g r o fi e n K n n st an Zahl der Schöpfun-

Abb. 7: I. r>. Ropf (1896), geinalt vc>n G. Hcrkommcr

gen weit zurück. Ein Meisterwerk religiöser Kunst ist die Pieta im Stutt-
garter Marienhospital'), eine Stiftung der Königin Olga (1873), deren edle
Züge die Schmerzensmutter mit Christi Leichnam auf dem Schoße trägt.
Vielleicht hat auch diese Wahl zum tragischen Verhängnis im Wandel der
Hofgunst beigetragen (siehe Kunstbeilage).

Weit mehr als das Dramatische, tragisch Ergreifende liegt dem Künstler
das anmutig Spielende, Allegorisch-Dekorative, wo das bisweilen fast
einseitige Streben nach formaler Schönheit in klassischen Typen mit realisti-
schem Gewand sich ausleben konnte, so der große Tritonbrunnen in

i) Nicht wie ini Jubiläumsartikel von M. 8. im Deutsche» Volksblatt 10. 3. 27. z» lesen war, in der
Kapelle des Kathol. GesellenhanscS. Hie dortige Pieta stammt von Achtcrman».

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