Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 42.1927

Seite: 83
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Steinhaufen, DA. Waldsee, Pfarrkirche. Außenansicht von Süden.

EinürMe aus Der Wallfahrtskirche ju Steinhaufen 051. UDalDfee.

Von Professor Dr. I. Rohr, Tübingen.

Die Kirche von Steinhaufen gehört zu den besterforschten des Landes.
Mnchall-Viebrook, der Biograph ihres Erbauers, hat ihr einen größeren Ab-
schnitt gewidmet, und im Jahrgang 1914 (S. 75 ff. und 92 ff.) des „Ar-
chivs" hat uns Rueß-Friedingen in ihre Vaugeschichte eingeführt. Der Bau-
herr ist Abt Didakns Ströbele von Schusfenried. Der Anlaß zum Neubau
ist die Baufälligkeil der alten Kirche, der Raummangel in derselben, aber
auch das Streben, Gott lind Maria zu ehren und — den Klofteruntertanen
eine Erwerbsmöglichkeit zu bieten. Die Verhältnisse sind also ähnlich wie ber
den Neubauten von Rot, Wiblingen usw., und der Zweck wurde auf der ganzen
Linie erreicht. Das Volk jubelte über die Herrlichkeit des Werkes, zollte ihm
durch gesteigerten Besuch seine Anerkennung und damit Gott und Maria die
Ehre und tilgte mit dem Verdienst beim Neubau seine Schulden. Der
Abt allerdings bezahlt seinen Wagemut (KonventSmeinung: Auslagen bis
9000 Gulden, tatsächlicher Aufwand ca. 50 000) mit seiner Stellung. Aber
schon bald nachher läßt einer seiner nächsten Nachfolger die für das neue
Gotteshaus erstellten Altäre verschwinden und durch die noch vorhandenen

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