Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 43.1928

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ssultgerste Der st. Nuguflinuskirche in lheilbronn.

Von Erich Endrich, Vikar i» Heilbronn.

2. Die Monstranz.

Die Monstranz kommt erst im Spätmittelalter auf und steht im Zu-
sanrmenhang >uit dem 1264 eingeführten Fronleichnamsfest, das für den
Umgang ein tragbares Gefäß für die hl. Gestalt erforderte. Sic entwickelt

Nkonstranz der St. Augustinuskirche in Hellbraun.

sich ans den schon lange bestehenden Reliquiarien tut Laufe der Zeit zu den
mannigfachsten Formen (Turm, Sonne, Stern, Mandorla nsw.). Auch für
die Anfertigung der Monstranz als des wertvollsten kirchlichen Kulturgerätes
wird in erster Linie Zweckmäßigkeit erfordert fein. Das Gefäß soll die hl. Ho-
stie gut verwahren und gut sichtbar machen (Monstranz — Schaugefäß —;
lassen sich die einzelnen liturgischen Fremdwörter nicht nach und nach verdeut-
schen?). Dem heutigen Stil- und Frömmigkeitsempfindcn werden nur mehr

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