Archiv für christliche Kunst: Organ des Rottenburger Diözesan-Kunstvereins — 43.1928

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Pen tun st von Hartig (H. 2), Kirchliche Ge-
fäße und Geräte von R. Hoffmann (H. 4),
Brixener Kunst (H. 6). Zwei vom Verein
der Museumsfreunde finanziell unterstützte
Heimatblätter enthalten im Iahrgangs-
band 1927 (U l m i s ch e Blätter,
Monatsbeilage des „Ulmer Tagblatts")
und Halbjahrband (U l m er Histo-
rische Blätter, Beilage zum
„Schwäbischen Volksboten" 1927/28)
neben geschichtlichen und volkskundlichen
Beiträgen bisweilen auch kunstgcschichtlich
bedeutsame Abhandlungen: crstere von

Baum über Kloster Urspring, Fiechter: Die
Bedeutung des Ulmer Münsters, von
Lehman über Kirchtürme des Ulmer Lan-
des. Aus letzteren seien angeführt: Breucha,
Joseph Christian; Häbcrle, Die Altäre
des Ulmer Münsters; Häcker, Franz Kel-
ler; Häußler, Schaffneraltar in Waffer-
alfingen; Scheffold, Hostienmühle und
Kelterchristus u. a.

In der B e n e d i k t i n i s ch e n M o-
n a t s s ch r i f t, IX 1927, S. 463, ver-
kündet die Kellenrieder Ordensfrau D.
Adelgundis Iägerschmid im Anschluß an
Weingartners letzte Publikationen Berech-
tigung und Kirchlichkeit der Barockkunst.
Im letzten Heft X 1928, S. 151 ff. wür-
digt ?. Willibrord Verkade anläßlich des
Hinscheidens des P. Desiderius Lenz (ge-
storben 28. Januar 1928) die Bedeutung
des Gründers der Beuroner Kunstschule.

Die Linzer C h r i st l. K u n st -
blättcr erscheinen unter der neuen
Redaktion Mons. PesendorferS mit dem
69. Jahrgang 1928 in neuem Gewand als
2uartalhefte im Umfang unseres „Ar-
chivs" (Preis 8 sh = 5 Mk.). A. Scheind-
ler befaßt sich in zwei Nummern mit dem
Geheimnis des Kefermarkter Altars; K.
Eder mit Dürer als religiöser Maler,
Trümmel mit der Pfarrkirche zu Zell im
Zillertal.

Ein Muster einer kleinen Dorfgeschichte
hat Oberlehrer R. S e l i n k a in^ Grü-
ningen in seinem bei Ulrich in Riedlin-
gen gedruckten Büchlein: G r ü n i n -

gen und seine Geschichte. 1928.
8°, 71 S., 7 Abb., 1.75 Mk., verfaßt.
Neben Natur- und Volkskundlichem, Hei-
matgeschichte, Schule und Wirtschafts-

leben, wofür die Neuauflage der Ober-
amtsbeschreibung 1925 und die von C. von
Hornstein veröffentlichte Geschichte seines
Geschlechts sachkundigste quellenmäßige
Vorarbeit geleistet hat, hat auch das kirch-
liche Leben einen Platz gefunden. Für eine
Neuauflage empfehle ich dem geehrten
Verfaffer die allzu kurze Beschreibung
der Pfarrkirche und ihrer zwei Ncbcn-
kapellen zu erweitern, dabei vor allem den
Deckengemälden von Wegscheider, den zabl-
reichen Grabdenkmälern, deren bedeutend-
stes, dem geschichtlich wohl einflußreichsten
Träger des Patronatsgcschlcchtö, Hans
Christoph v. Hornstein gewidmetes Grab-
mal d. R. in dieser Zeitschrift 1910 S. 33 ff.
43 ff. behandelt hat, sowie dem köstlichen
Kleinod der Schutzengelkapelle und ihren
genealogisch intereffantcn Bildern einige
Zeilen zu widmen — schon im Intereffc der
Heimatkunde.

Der Kapuzinerpatcr Otto H o p h a n in
Schwyz hat aus zehnjähriger Krankheit
ei» in Herders Reihe der „Bücher für Sec-
lenkultur" aufgenommenes Krankenbuch ge-
schrieben: „Der Kreuzweg des

Kranken". Herder in Freiburg 1927
(12", 340 S ) Diese Trostgedanken aus
der Passion im Anschluß an die vierzehn
Stationen des Leidenswegs Christi sind ge-
schrieben in recht inniger, persönlich
gefärbter Sprache, statt in der „rein
sachlichen, gebetbuchhaften Betrachtungs-
form". Ein Sohn des hl. Franziskus,
Verfaffer und Verleger im 15. oder
18. Jahrhundert würden einem so umfang-
reichen Trostbuch und Volksbuch sicherlich
viele Holzschnitte aus dein damaligen, selbst
vor Erfindung der Buchdruckerkunst reichen
Bilderschatz mitgegeben haben. Sollte nach
dem neuesten Herderschen Bücherschatz der
Preis des nur mit einem auffallend getön-
ten Titelbild versehenen Stalionenbüchleine
gar etwa 6 M. betragen, so wäre die Unter-
lassung jeglicher Illustration für die unge-
zählten Leidensgenoffen heute doppelt zu be-
klagen.

In 20.— 22. Auflage (48. Tausend) er-
scheint soeben Pater Lippe r tj> Brief-
buch: „V o n Seele zu Seele,

Briefe an gute Menschen". Freiburg, Her-
der 1927, 271 S. 3.40 Mk. Kaum ei»

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