Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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unterstützte sein Gesuch mit den Worten: „Diese Statue steht mitten
auf dem Kornmarkt, und zwar iu eoiwxsotu lauter abgesagter Feinde
der allerseligsten Jungfrau Maria placiret, mithin zu deren noch
weit größerer Freud sowohl, als Beschimpfung glorreichster Himmels-
königin würde es gereichen, wollte man die Lanrpen und das Beten
eingehen laßen."
Nur 2 Jahre nach Carl Philipps Tod starb auch Hartlieb, am
17, Oktober 1744. Die Besorgung des Dienstes am marianischen
Bilde sammt der Besoldung dafür ging an dessen ledige Schwestern
Catharine und Margarethe, jedoch nur für so lange über, als diese
ledig blieben. Im April 1781 erhält den Dienst und die Besoldung
die Wittwe des Bürgermeisters Lucas Lehn, Anna Marie. Der
französische Revolutionskrieg machte der ganzen Sache ein Ende.
Die Inschrift des Brunnens lautet:
Uou 8tatug.ru aut saxuru soä guaur äemAuat llouora.
17oe1i Ltaiu uooll Lilclt uoolr Lavlsu Irir
Das Liuät uuclt Nulter elireu rvir.

MI.
Churfürst Ludwig V. zieht in den Bauernkrieg.
Mai 1525.
Eine „Chronik über den Bauernkrieg in den Visthümern
Speier, Worms, Würzburg und Mainz" berichtet über diesen
Gegenstand Folgendes:
„Als der Pfaltzgrave Ludwig sich mittlerweile us gethane Wer-
bung mit seinen Freunden versamblet, ein gut summa Fußvolks be-
stellt, auch mit geschutz und aller notturft, ins veld gehörig, wol
gerüst was; daneben auch und damit das churfürstliche sloß^) Get-
tenbuhel, darin nicht ein geringes gut gelegen, mit sampt der
statt Heydelberg in seiner gnaden abwesen desto baß^) versehen

Siehe Mono Quellensammlung III, 546 ff. Schloß. desto besser.
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