Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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Und wer es das Jemandt er sey wer er wöll bey nacht uff der
gaffen one licht und mit geverlichen waffen oder were oder mit licht
und geverlichen waffen oder were betretten wurde, das nit unser
Edell Hoffgesinde were mit iren wehren, als vorgeschrieben steet, der
soll von den unsere, die wir darzu geordnet Han, gerechtfertigt und
behändiget und was nit studenten sein, uff das rathhaus gefurt
und daßelbst bestehen und bekant und die nacht daßelbst behalten
werden und am nechsten morgen darnach, ist er ein gepfrundt Per-
son, zu Haidelberg seynem dechant, ist er ein Student, seynem Rec-
tor, ist er Hoffgesinde, unserm Marschalck und in seynem abweßen,
dem saut und ob der auch nit zugegen were, unsern Schultheißen,
ist er burger oder Burgerskinde handtwercksknecht oder gesinde, un-
serm Bürgermeister geantwurt und daselbst gestrafft werden, nach
billicheit als ein verprecher unser ordnung und darzu verfallen sein
zehen schilling Heller den Jenen, die Inen behendigt haben, der pene
sollen Studenten von den unsern erlassen sein, dan der rector soll
sie darumb straffen als hernach steet.
Item ob aber die unsere die jezuzeytten die nachthute thun
werden, einich persone die suest nit verdechtig ist, zuchtiglich one licht
und one geverlich waffen uff der gaffen ging ankemen und betretten
wurden, der solle gütlich gefragt werden, wer er sey, er solle auch
gütlich beschaidt geben und darüber nit uffgehalten werden, Welcher
sich des aber widern wolt oder zu fliehen unterstunde, der soll auch
behendigt und uff das rathhauß gefurt und die nacht da behalten
und des morgens dem er zusteet geantwurt und gestraft werden
und die büß den die in funden Han verfallen sein und außrichten
als obsteet.
Ob sich auch Jemandt uff der gaffen schlagen wurde, die baide
partheien sollen von den unsern behendigt und uff das rathhauß
gefurt und da besteen und behalten werden und wer einich schedelich
verwunden oder ander schlagen oder werffen darinn geschehen so
solle der thetter von stund in ein gefengnusthurn oder kefich gelegt
und der wunde oder schadhaft zum artzt versorgt werden, das man
ir baider sicher sey, zu erfaren, welcher den anhab angethan Hab und
was in billicher darüber gepur.
Item ob Jemandt so multwillig were, das sich etlich zusamen
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