Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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Dm ersten Dantz gab mann dem Reichen Hertzog Georgen von
Beyern mit seiner Schwester der Pfaltzgräuin.
Den andern Dantz gab mann Pfaltzgraue Philipsen dem Chur-
fürsten, mit der Landgräuin vom Leuchtenberg, die Hertzog Otten
schwester dochter war.
Den dritten Dantz gab mann Hertzog Otten von Beyern, mit
seiner schwester der von Reineck.
Den vierten Dantz gab mann Marggraun Friederichen von
Brandenburg mit Hertzog Otten schwester, der von Hanaw.
Marggraue Albrecht von Baden hatt sunst eyn vertrag gehabt,
mit eym frewlin von Erpach.

Hernach volgend stend die vier dänck, so den vier landen
in gemeltem Thurnir gegeben wurden.
Den ersten danck bracht Erkingers Haußfraw von Notensteyn,
Herr Wilhelmen von Rechberg, als eym Schwaben, der ließ seinen
Thurnir gegen Stutgarten beruffen, uff Sontag nach samt Vartholo-
meustag, im Tausent Vierhundert zwey und achtzigsten jar.
Den andern danck bracht Jacob von Helmstadts Dochter Dämmen
von Palland, als eym Reinländer, der ließ seinen Thurnier gen
Cöln am Rein berufen, uff Süntag in der grossen Faßnacht über
eyn sar, in: Tausent Vierhundert drei und achtzigsten jar.
Den dritten danck bracht Herr Engelbrechts Haußfraw von Neit-
perg, geborne fraw von Stöffel, Herrn Eraßmußen von Rosenberg
als eym Francken, der ließ sein Thurnir beruffen gen Nürnberg,
uff Süntag nach Pfingsten über drei jar, im Tausent vierhundert
und vier und achtzigsten jar.
Den vierdten danck bracht Hansen von Sickingens dochter Herrn
Albrechten Stauffern, als eym Beyrn, der ließ sein Thurnir beruffen
gen Regenspurg an die Thonaw, uff Süntag nach Pfingsten über
vier jar, in: Tausend vierhundert fünff und achtzigsten jar.
Und nach außgegebenen däncken dantzten vil Grauen, Freiherrn,
Ritter und Edlen, mit den Frawen und Jungkfrawen, gar züchtigklich
und in gutter ordnung, damit das löblich Ritterspiel sein end an
dem ort auch erreychet.
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