Archiv für die Geschichte der Stadt Heidelberg: eine Vierteljahresschr — 1.1868

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Auch was verbotten uff diesem Thurnir, das niemandt vor oder
nach den: Thurnir uff den tag solt Nennen oder Stechen, dann die
Thurnirer, die gethurnirt hetten uird anderst nit, dan.n in hohen
zeugen, under irem Cleinet.

Was die Fiirsten und Herren zu gemeltem Thurnir an Volck
und Pferden gespeist haben.
Mein gnedigster Herr der Pfaltzgraue hat an Grauen, Freiherren,
Rittern und Edlen gespeißt und über houe gefüttert Acht hundert
und zwantzig Personen und Pferde.
Hertzog Ott von Beyern hat über houe gespeißt und gefuttert
zweyhundert und fünffzig Pferde.
Hertzog Georg von Beyern hat uff gemeltem Thurnirhoue ge-
speißt und gefüttert Siebenhundert drei und zwantzig person und
Pferd.
Markgraue Friderich von Brandenburg hat uff gemeltem Thurnir-
houe gespeißt und gefiltert ob Acht hundert und sechß person und
Pferde.
Markgrnue Albrecht von Baden hat uff gemeltem Thurnirhoue
gespeißt und gefiltert ob hundert person und Pferde.
Weitter feind ob Achthundert Pferden in Heydelberg zu gemeltem
Thurnir die in keyns Herrn kost noch futerung gewesen, auch selbst
nit gethurnirt haben.
Summa Summarum aller Pferd ist Dreitau sent Vier-
hundert Neunundneuntzig.
Also ist menigklich wider heym zu hauß geritten und seind ge-
schehen, als gut Herrn und freunde.
L.
Diese in Rüxners Turnierbuch gedruckte Beschreibung des Heidel-
berger Turniers erhielt in der neusten Zeit eine sehr werthvolle
Vervollständigung und Illustration.
Herr Rath Mays zu Heidelberg nämlich hatte im Laufe des
Monats August d. I. das Glück, durch die Vermittelung des be-
rühmten Buchhändlers Nicolaus Trübner in London, eines gebornen
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