Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: XII
Zitierlink: i
http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/ahrens1899/0018
Lizenz: Creative Commons - Namensnennung - Weitergabe unter gleichen Bedingungen
0.5
1 cm
facsimile
Einleitung.

Im Jahre 1870 veröffentlichte Land im dritten Bande
seiner Anecdota Syriaca aus einer Handschrift des Briti-
schen Museums (Cod. Syr. Add. 17202 saec. VI vel VIT
ineunt.) unter dem Titel Zachariae Episcopi Mitylenes
Aliorumque Scripta Historica graece plerumque deperdita
das aus zwölf Büchern bestehende Sammelwerk eines un-
genannten monophysitischen Syrers. Einiges aus dieser
Kompilation, die unter der Bezeichnung Historia Miscella
oder Historia Miscellanea bekannt wurde, war schon früher
veröffentlicht. In Cod. Syr. Vatic. 24 hatte Assemani
die von Konstantin d. Gr. bis zum 20. Jahre Justinians
reichende Kirchengeschichte eines ungenannten Autors ge-
funden, in deren erstem und zweitem Teil Sokrates und
Theodoret ausgeschrieben waren, während der dritte
eigene Arbeit verriet. Leider waren gerade von diesem
Teil nur Bruchstücke in der Handschrift erhalten, darunter
ein Abschnitt, der einen von Märä, Bischof von Amid,
verfafsten Prolog zu den Evangelien enthielt (s. unten 8, 7
S. 161, 17—165, 4). Assemani wufste, dafs Dionysios
Barsalibi, gebürtig aus Melitene in Armenia III, gestorben
1171 als Bischof von Amid, in seinem Kommentar zu
den Evangelien dieser Stelle gedenkt, die er bei Zacharias
Bhetor, Bischof von Melitene, gelesen haben will (s. Bibl.
Orient. 2, 53). Da weiter einige Stellen aus des Euagrios
Kirchengeschichte, an denen dieser Autor einen Zacharias
loading ...