Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: XXVII
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Einleitung.

XXVII

saec. XVI, fol. 64r—65rl) und einem nicht näher be-
zeichneten Cod. Januensis2) fol. 301—303 herausgegeben
von Pitra, Analecta Sacra 5, Par. 1888, 67—70. Auch
in Cod. Mosqu. 394 ann. 932 (für Arethas geschrieben)
fol. 134f. Nr. 453), hier mit einer Einleitung, welche den
wunderlichen, natürlich nicht vom Autor herrührenden
Titel erklärt (Pitra, Preface VII) und die Abfassung mit
dem Manichäeredikt Justinians (von 527) in Zusammenhang
bringt. Was die Handschriften bieten, kann nur Bruch-
stück sein. In Cod. Monac. fol. 65v—71v folgen auf
dieses Stück 49 Streitsätze (Capitula) ohne Titel über
den gleichen Gegenstand, die sich auch in Cod. Vatic. 61
fol. 260r—263v finden und aus diesem von A. Mai, Patr.
Nov. Bibl. 4, Korn. 1847, Pars 2, 93 — 98 unter dem
(falschen) Titel (Dcotsivov Mavi^uLov IJQ6ra6tg %ai TLavlov
rov IIsq6ov ^Anoloyia herausgegeben worden sind.4) Die
abweichenden Lesarten des Cod. Mon. bei Pitra 70f.5)

§ 6-

Was wissen wir von des Zacharias „Kirchen-
geschichte"?6) Euagrios zitiert in seiner nach 593 ver-

1) Pitra 67 Nr. 1 schreibt fälschlich „f. 177". Vgl. J. Hardt,
Catal. Cod. MS. Graec. Bibl. Reg. Bavar. 1, Monac. 1806, 395f.

2) Aus diesem Cod. stammt nach Pitra die lateinische Über-
setzung von Fr. Turrianus in H. Canisii Antiqu. Lect. 5, Ingoist.
1604, 143 (abgedruckt MS Gr 1143f.). Es fehlen die Schlufszeilen
(Pitra 70, Z. 6—16), die den Übergang zu den Capitula bilden.

3) Vgl. Wladimir, Systemat. Beschreibung d. Hss. d.
Synodal-(Patriarchats-) Bibliothek zu Moskau. 1, Mosk. 1894, 299.

4) Was in Mai's Ausgabe p. 91 — 93 aus Cod. Vat. 61
fol. 258v—260r den Sätzen vorausgeschickt ist, findet sich im
Münchener Codex nicht. Dagegen folgen hier auf die 49 Sätze
noch weitere 16 (fol. 69v—71v), die Maip. 98—101 aus Cod. Vat.
fol. 263v—265v abgedruckt hat.

5) Herrn Prof. Krumbacher in München verdanke ich zu
Vorstehendem mehrere Hinweise.

6) Zu Nachstehendem vgl. Krüger 22 ff. Ein grofser Teil
meiner quellenkritischen Erörterungen, die auf ungenügender
Kenntnis des syrischen Textes ruhten, ist freilich antiquiert.
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