Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: XXXV
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Einleitung.

XXXV

und von einem orthodoxen Redaktor fortgesetzt wurde.1)
Er kombinierte damit die Thatsache, dafs bei unserem
Syrer Dioskoros als jetzt im Amte befindlich bezeichnet
wird, und gründete auf diesen „gleichzeitigen Abschlufs"
der beiden Kataloge die Vermutung, dafs sie aus einer
gemeinsamen Quelle geflossen seien. Diese Kombination
wird durch die Beobachtung, dafs in unserem Katalog,
wie oben gezeigt, nur wenige Zeilen nach dem den Dios-
koros betreffenden Eintrag sich die ihm direkt wider-
sprechenden Notizen über Epiphanios und Petros finden,
nicht unbedingt erschüttert: denn es ist klar, dafs zu
einem bestimmten Zeitpunkt, nämlich zwischen 516 — 518,
die Worte: „Dioskoros, der jetzt im Amte ist", den letzten
Eintrag im Katalog gebildet haben müssen; und dieser
Zeitpunkt eben würde mit dem der letzten monophysitischen
Einträge im Xq. zusammentreffen. Immerhin kann man
doch nicht mit G. von einem „gleichzeitigen Abschlufs
beider Werke" reden, da wenigstens unser Katalog in der
bisherigen Weise fortgesetzt wurde. Damit fällt aber
auch jede Nötigung zur Annahme einer gemeinsamen
Quelle. Gelzers Vermutung, dafs diese Quelle die Kirchen-
geschichte des Zacharias gewesen sei, ruhte ohnehin auf
der unzutreffenden Voraussetzung, dafs auch Buch 7 des
Syrers auf Z. zurückgehe.

Andrerseits ist nicht zu verkennen, dafs die Einträge
im Xq. an mehreren Stellen eine gewisse Verwandtschaft
mit den Notizen unseres Kataloges zeigen. Geizer hat
die Beispiele zusammengestellt. Syr. *27,1: Jubenalios,
der sich auf drei Synoden befand — Xq. 78, 32: 'Iovße-
vuliog 6 ev XaX%7]66vi Kai iv taig 'Expitfia övßl GvvoSöLg;
Syr. 55,29: Timotheos der Grofse, der verbannt wurde;
und bis er infolge der Enkyklika zurückkam, machte man
einen anderen Timotheos (zum Bischof), welcher „Wackel-

1) Vgl. Gutschmids Noten zu Schönes Ausgabe des Xqov.
cvvt. (Eusebii Chronicorum Libri Duo, Vol. 1, Berol. 1875)
p. 73. 76. 80.
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