Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 5
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I, 1. Vorrede.

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Gottes, stattfinden, zu dem wir beten, er möge uns Weis-
heit und Aufthun des Mundes schenken, auf dafs wir ohne
Verwirrung die Wahrheit dessen, was sich zugetragen
hat, niederschreiben.
5 Weil aber in den syrischen Handschriften im Ge-
schlechtsregister (des Buches) der Schöpfung sich eine
gewisse Abweichung und Verwirrung gegenüber dem Grie-
chischen, sowie auch eine nicht geringe Verkürzung der
Jahreszahlen findet, so ist es recht und pafst zu unserer

10 angemessenen Rede, dafs sie den Anfang mit dem Buche
der Schöpfung mache, auf dieses das Buch von der Asjath
(Aseneth) folge und darauf das vom Silbestros, sowie die
Unterweisung (jccrn'^tfig) und Taufe des Kaisers Konstan-
tinos, deren Sicherheit und Wahrheit Eusebios und Sokrates

15 für gering erklärt haben, dafs nicht, wie man geschrieben
hat, der Kaiser zuletzt getauft worden sei, weil auch die
Geschichte seiner Bekehrung durch den Silbestros in Buch
und Gemälde an mehreren Plätzen in Rom aufbewahrt
sei, so dafs man sie dort gesehen habe. Wir werden das

20 erzählen, was gewesen und auf uns gekommen ist; sowie
ferner von der Entdeckung des Schreines des Stephanos
und seiner Genossen, und über die syrischen Lehrer Isaak
und Dada. Hier werden wir den Schlufs des ersten Buches
machen und nachher über das Übrige, soviel wir finden

25 werden, in Büchern und ihren Kapiteln abschnittweise,
wie unten geschrieben steht, handeln, vom 32. Jahre des
Theodosios, Sohnes des Arkadios, bis zum Jahre 880 der
Griechen. Wir sind aber überzeugt, dafs uns die Leser
(S. 6) oder Hörer nicht tadeln werden, wenn wir die

so Kaiser nicht siegreich und heldenhaft nennen, noch auch
die Feldherren ^Grquxtiyoi) tapfer und erschütternd, oder

f die Bischöfe fromm und selig und die Mönche züchtig
und durch ihren Lebenswandel geehrt nennen, weil uns
am Herzen liegt, die Thatsachen zu erzählen, indem wir mit

35 den Spuren der heiligen Schriften übereinstimmen, und wir
uns unsrerseits nicht vorgenommen haben, die Führer mit
Schmeichelei zu loben und zu preisen, noch auch diejenigen
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