Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 42
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IL Schlufswort.

Theodosios lebte aber, wie das Chronikon meldet,
fünfzig Jahre; von diesen regierte er 42, da er acht-
jäbrig zur Regierung kam. Die Ereignisse von 32 Jahren
seiner Regierung sind in der Kirchengeschichte («cjdtj-
6LaGXLK7]) des Sokrates erzählt, und ferner die übrigen 5
von 10 Jahren sind in Kürze in diesem zweiten Buche
oben niedergeschrieben. Er starb also in der 308. Olym-
piade, und nach ihm kam Markianos zur Regierung. Im
Jahre 764 des Alexandras nach der Zählung der Griechen
versammelte er nach Chalkedon die Synode der 567 Bischöfe, 10
deren Handlungen wir, so gut es möglich ist, in Kürze
in diesem unten abgeschriebenen dritten Buche und in
dessen Kapiteln zusammenstellen, zumeist aus der Schrift
des Zacharias, des beredten Mannes, der es auf griechisch
an einen Mann Namens Euprax verfafste, der im kaiser- 15
liehen Palaste wohnte und im Dienste der Kaiser beschäftigt
war. Es wurde aber der Leib des heiligen Bischofs
Joannes, genannt Chrysostomos, aus der Verbannung
zurückgebracht und in Konstantinopel durch ein Geleit
geehrt. Die Kaiserin Eudokia, Gemahlin des Theodosios, 20
ging nach Jerusalem zum Gebete und kehrte zurück, und
darauf starb sie; Zarzirichos (Genserich) aber nahm Kar-
thago in Afrika ein und ward dort König; der Heerführer
(6TQ<xTr\\ax'rig) Joannes wurde von den Knechten des Areo-
bindos getötet, und es waren überall Erdbeben. Dann 25
starb Theodosios.
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