Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 132
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132 VII, 11. Bittschrift der morgenl. Mönche.

tikon des Zenon, indem er zeigte, dafs es zur Beseitigung
(der Beschlüsse) der Versammlung von Chalkedon erlassen
sei. Die in Tyros versammelten Bischöfe verfluchten dort
öffentlich die Synode von Chalkedon und den Tomos,
schrieben an Joannes von Alexandrien und an Timotheos, 5
(Bisehof) der Hauptstadt, und empfingen von ihnen Ant-
wort, sowie von Elias von Jerusalem, der zuletzt vertrieben
wurde, und (dessen Nachfolger) Joannes ward. Weil Ser-
gios Grammatikos, der dort kurze Zeit später war, eine An-
klageschrift gegen die Synode verfafste und sie den Mönchen 10
von Palästina, seinen Gesinnungsgenossen, gab, so schrieb
jener heilige Severos, als er es erfuhr, mit ausführlichen
Worten eine Widerlegung derselben; (und) durch Citate
(iQTjasig) aus den wahren Lehrern der Kirche sowie durch
Beweise aus denselben begründete er seine Lehre auf drei is
Tafeln (nivaneq) gegen den Grammatikos. Die übrigen
Reden aber dieses Lehrers Severos, seine Erläuterungen
und Katechesen, seine Schrift gegen den Phantasiasten
Julianos, sowie sein wunderbarer dogmatischer Brief geben
den Lernbegierigen vielen Segen und Übung. 20

Das elfte Kapitel des siebenten Buches (loyog) be-
richtet über die Bittschrift ((Je'^fftg), die von den morgen-
ländischen Mönchen und Kozmas von Qennesrin verfafst
und der Versammlung in den Tagen der Bischöfe Flavianos
und Axenaja übergeben wurde, die im Jahre 560 nach der 25
Zählung (S. 227) der Antiochener nach Sidon kamen. —
„Vor allem danken wir Christo, der da Gott ist über alles,
und danken auch unserem erbarmenden und christus-
liebenden Kaiser, der euch allen den Eifer der Gottes-
furcht aufgerichtet und diese eure heilige Versammlung 30
an einen Ort in dem Namen Dessen berufen hat, der
allein Christus, der Sohn Gottes ist, damit ihr in ihm
jedermann zu dem einen Glauben vereinigen möget, den
die heiligen Schriften überliefert und die Väter jederzeit
bewahrt haben, indem sie einerlei Gesinnung haben, Ein- 35
tracht halten, mit einander übereinstimmen in einem
guten Werke und durch den Heiligen Geist, der in ihnen
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