Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 138
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VII, 15. Patriarchenverzeichnis.

im Glauben herrsehte, und (auf) den nach einiger Zeit (er-
folgenden) Anstois, was Gott vorher kundthat, damit wir
die Prüfung erkennen und untersuchen möchten, und damit,
indem wir sie ertrügen und im Glauben ausharrten, uns
Freude zu teil werde, wie der Apostel Jakobos sprach1): 5
„Ganze Freude sei es euch, meine Brüder, wenn ihr in
verschiedene und vielfache Prüfungen eintretet. Denn ihr
wifst, dafs die Prüfung im Glauben euch Geduld erwirbt;
die Geduld aber möge ein vollkommenes Werk haben, dafs
ihr völlig und vollkommen2) seiet, in keiner Sache (etwas) io
entbehrend."

Anastas aber starb am 9. Tammüz (Juli), und ihm
folgte Justinos, der mit den Feldherren (arQarrjyot) im
Heere (H-sqxlxov) hinabgezogen war, als Qawäd, der König
der Perser, gegen Amid zog. Er war ein alter Mann von 15
schönem Aussehen in weifsem (Haar), aber nicht gelehrt,
ein Gesinnungsgenosse des Glaubens der Bewohner von Rom,
weil er aus dieser Herrschaft war, aus einer Festung
(%tt6TQcc), welche Bederiana3) heifst, deren Wasser') schlecht
ist und sich in Blut verwandelt, wenn es gekocht wird. 20

In diesem Buche ist ein Zeitraum {jqovoq) von
27 Jahren und von drei und einem halben Monate des
Lebens des Anastas (enthalten).

(S. 232) Das fünfzehnte Kapitel des siebenten
Buches giebt Kunde, wer zur Zeit des Kaisers Anastas 25
Oberpriester waren. — Oberpriester zur Zeit des Anastas
waren aber folgende: Von den Dyophysiten in Born
Felix, nach ihm Symmachos und Hormizdas, der5) jetzt
(noch lebt); in Alexandrien der gläubige Athanasios und
nach ihm Joannes, noch ein anderer Joannes und Dios- 30
koros, der jetzt im Amte ist; in Antiochien Flavianos,
welcher vertrieben wurde, und der gläubige Severos; in Kon-
stantinopel Euphemios, Makedonios, der vertrieben ward,

1) Jak. 1, 2—4. 2) Lies ^aaNatt. Md. 3) Hieraus ist
das JUuto_2d des Textes verderbt. Hffm. 4)So zu lesen (öj*£d).
Nid. 5) So ist zu lesen (ooj l»o#).
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