Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 157
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Vin, 5. Einfall der Araber.

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Salomon von Beth Mär Semuel, Kyros von S6ga(?), und die
von Specula und Beth Tirai, die Nachbarn von Rescainä.

Aus diesem Grunde siedelten sich auch in der Wüste
vier bis fünf Vereinigungen von Einsiedlern an: in Ramsa
5 Mari, ein züchtiger, im Wandel geehrter Mann, in Natfa
Sergi, der reine, schlichte, und nach ihm Anton, der milde,
freundliche, und jener menschenfreundliche Greis Elias,
unser Landsmann; Simeon von Qennesrin und Sergios, der
jetzt Sedqäthä neu ausbaute, sowie die Vereinigung am (?)

10 Harmesa(?) und das Kloster von Beth Mär Johanan. Er
war (einige) Jahre krank an der Lehre der Dyophysiten
gewesen, infolge von^Büchern, die seine Mutter Maka von
einem gewissen Bar Sallümä aus Tellä geerbt hatte, einem
Anhänger des Diodoros und Theodoros. Er hatte viele

15 geschädigt und unterjocht, die einen mit Klugheit und
Demut, andere durch Drohungen des Kaisers, der ihn
liebte und allem gehorchte, was er ihm schrieb.

Das fünfte Kapitel desselben achten Buches be-
richtet über die Verhandlungen (rgayadra), die an der

20 Grenze stattfanden, über Mundar, den König der Tajjiten,
der in das Gebiet der Leute von Hems (Emesa) und von
Apamea einfiel und viele Gefangene mit sich wegführte,
und über die gläubigen morgenländischen Bischöfe, die
vertrieben wurden und aus ihren Kirchen wichen. —

25 Qawäd, der König der Perser, verlangte die Forderung
des Tributes von je fünf Zentnern (xsvT^vapiß) Gold, die
ihm vom Kaiser der Kömer als Aufwand (avdltofitx) für
das persische Heer gegeben wurden, das die Pässe gegen
die Hunnen bewachte (S. 247), in dringlichen Forderungen,

30 und sandte deswegen von Zeit zu Zeit seine Tajjiten in
das Land der Römer, welche Schaden anrichteten; anderer-
seits führten auch die Römer sein Land Arzan gefangen
und durchzogen und schädigten auch das Gebiet der Leute
von Neslbln. Deswegen fand eine Verhandlung {rqaKxdxov)

35 statt, und die beiden Könige sandten, Justinos den Hypat
und den greisen Pharezmän, Qawäd den Astabed. An der
Grenze ward vieles abgeredet, was den beiden Königen von
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