Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 266
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Anhang II. Leben des Isaias.

und der Erlöserleiden angebetet hatte, — das heifst vor
dem Zeichen des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus,
darnach vor dem Grabe und der Auferstehung in drei
Tagen, — beschlofs er, in der Wüste zu wohnen, die
der Stadt Eleutheropolis nahe ist. Aber als er dort 5
wohnte, war es ihm keineswegs möglich, vor allen den
Heiligen verborgen zu bleiben, die in der Jordanwüste sowie
an den für Philosophie Treibende passenden Orten rings um
Jerusalem und in ganz Palästina wohnten, da die ihm
gegebene Gnade Gottes überall den Mann bekannt machte, 10
besonders aber die Gabe der Weisheit und der Prophetie.
Daher kamen viele zu ihm. Die einen, da sie wegen des
durch die Gedanken geführten Krieges gegen die Dämonen
zu ihm kamen, empfingen die geziemende Gesundheit,
(und) sowohl die, welche ihm ihre Leiden offenbarten, als 15
auch die, welche versuchten, sie vor ihm zu verbergen,
wurden gleicherweise gesund gemacht, da Gott ihm die
verborgenen Gedanken ihres Herzens und die Hinterhalte
der Dämonen offenbart hatte. Andere aber, denen sich
Nöte entgegenstellten, und welche Schwierigkeit in (ihren) 20
Angelegenheiten umgab, fanden, wenn sie zu ihm kamen,
(Trost) durch seine Gebete, durch sein Mitgefühl mit ihnen
und dadurch, dafs er ihnen riet, sie ermahnte und sich
ihrer Verlegenheiten annahm. Viele aber, die sowohl von
Dämonen versucht, als auch von anderen, körperlichen 25
Leiden gepeinigt wurden, wurden, wenn sie zu ihm kamen,
durch die Gnade des mit Genauigkeit durch ihn angebeteten
und versöhnten Gottes ein jeder von ihnen mit derjenigen
Heilung erfreut, deren er bedurfte. Denn nicht einmal
die äg3rptischen Mönche gaben es wegen des dazwischen 30
(liegenden) Gebirges auf, zu ihm zu kommen und' an
dem von ihm (ausgehenden) geistigen Nutzen, wie sie
gewohnt waren, sich zu erfreuen. So ruchbar war allen
Menschen, Ägyptern und Palästinern, die Gnade, die ihm
von Gott gegeben war, dafs auch Weltliche, wie ( S. 350) 35
ich vorhin gesagt habe, wegen Verlegenheiten, die ihnen
zustiefsen, jenen fragten. Als daher der Knecht eines
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