Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 294
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Anmerkungen.

*4, 11. Methodios, Bischof von Olympos in Lykien (nickt
auch von Tyros), gegen Ende der diokletianischen Verfolgung
um 311 Märtyrer geworden (Hieron. de viris illustr. 83. Socr.
6, 13). Die Stelle steht Resurr. 35 und lautet in der Ausgabe von
Bonwetsch (Methodius von Olympus 1, Erl. u. Lpz. 1891, 126):
. . . Y.aQ'äitEQ xal <&£idiag. ovtog yag \LStd rb Kattxa^svdoai rb
Hiaalov siStaXov (i'E, iXscpavtoe Sh xovxo rjv) slaiov i-n%&Z6&ca
TtQoaira'^v «fiept rovg Tiödag i^ntQOG&sv rov aydlfiatog, a&dva-
xov iig Svvayuiv cpvldoacov avto. Ein eigentümliches Zusammen-
treffen will, dafs auch in des Zacharias von Mitylene Disputatio
de opificio mundi eine Stelle aus Methodios de resurr, an-
klingt (vgl. Meth. Res. 44 mit Zach. Opif. 1125 B und 1132 B.
Vgl. Bonw. p. 146).

*4, 28. Sozomenos ist nicht genannt. Zu dieser Stelle
vgl. die Einleitung.

*5? 14. Eusebios nimmt natürlich auf die angebliche
Taufe des Kaisers durch den Silbestros überhaupt keinen Be-
zug, sondern erzählt Vit. Const. 4, 62 den geschichtlichen Sach-
verhalt. Aber auch Socr. 1, 39 weifs nur von der Taufe in
Nikomedien.

*5, 26. Das 32. Jahr des Theodosios beginnt mit dem
1. Mai 439.

*5, 27. Das Jahr 880 der Griechen läuft nach edessenischer
Rechnung vom 1. Okt. 568 — 30. Sept. 569 u. Z.

*6, 5. Vgl. E. Nestle in RE3 3, 3, Z. 18ff.„Besonders
eingehende Besprechung fand die [alexandrinische] Übersetzung
bei den Syrern wegen ihrer abweichenden Chronologie. Aufser
den schon von Bruns zusammengestellten Nachrichten (Eichhorn,
Repertorium 14, 39) vgl. Land, Anecdota Syriaca Bd. III [unsere
Stelle], Opuscula Nestoriana (ed. G. Hoffmann [Kiel 1880] 139);
Ryssel, Ein Brief Georgs, Bischofs der Araber (1883, auch
Theol. Stud. u. Kritiken 1883, 2). Auch Alblrünl kennt die
Erzählung (transl. by E. Sachau S. 24), die durch die in die
Vulgata-Hdss. und Ausgaben übergegangenen Äufserungen des
Hieronymus das ganze Mittelalter hindurch im Abendland weit
bekannt war (z. B. Sebastian Brant, Narrenschiff, 1. Kap.;
Grimmelshausen, Simplicissimus III, 5)". In den Opuscula
Nestoriana (a. a. 0.) schreibt der syrische Anonymus: „Über-
setzt wurden die Bücher des Alten (Testamentes) aus dem
Hebräischen ins Griechische auf Veranlassung des Ptolemaios,
Königs von Ägypten, durch 72 Greise der Juden, welche in
der hebräischen und in der griechischen Sprache bewandert
waren, 6 Jahre nach der Rückkehr der Kinder Israel aus
Babel, welches das 17. Jahr nach dem Tode Alesanders des
Grofsen ist, 1400 Jahre später, als das Gesetz dem Propheten
Moses gegeben wurde. Ünd der Greis Simeon (S. 140), der
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