Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 303
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Anmerkungen.

303

xar avtov §i%aiaxr\Qiu [i£xs%mQri6s. Diese Version weicht von
dem Berichte des Timotheos ebenso weit ab, wie sie sich dem
des Petros und noch mehr dem des Zacharias nähert. Da
Euagrios sonst den Zacharias als seine Quelle nennt, könnte
man vermuten, dafs er sich mit dem unbestimmten tlg ysyftcc-
cpmg nicht auf ihn, sondern auf die Relation der Plerophorieen
oder eine ähnliche Uberlieferung bezieht. Theod. Lect. 205
erzählt: ariitsdovi tb 6&u& discp&d.Qr} Nsaxogiog v.ccl avaxlrjQ'slg
ccTtb 'Odasag icp' a> asxaßxfjvai sig etsqov xöitov, xa &avdxa>
Tigoilaßs tt]v uvä%Xrfiiv.

4, 21. Sollte hier der Bischof Dorotheos von Martiano-
polis in Moesia Secunda, ein eifriger Anhänger des Nestorios
(Le Quien 1, 1218 f. DGB. 1, 900 b), gemeint sein, so müfste er
von Kaisareia in Kappadokien, wohin ihn der Kaiser verbannt
hatte, nach der Oasis verbracht worden sein. Vielleicht deuten
die Worte des Timotheos (s. o. zu 4, 18, Z. 9 ff.) darauf hin.

5, 5. Die Motivierung ist natürlich monophysitisch. Den
wahren Grund giebt Markianos in seinem Erlafs bei Mansi
6, 557: Chalkedon liege der Eesidenz so nahe, dafs er die Ge-
schäfte hier und dort persönlich besorgen könne.

5, 20. Jubenalios, Thalassios (von Kaisareia), Eusebios
und Eustathios waren in der ersten Sitzung abgesetzt (Mansi
6, 936), in der vierten wieder begnadigt worden (ib. 7, 48).
Die drei Erstgenannten und Eusebios von Dorylaion waren
Mitglieder der Kommission, die in der fünften Sitzung die von
der Synode später angenommene Glaubensformel entwarf (7, 108).
Amphilochios von Side trat zu Chalkedon kaum hervor. Der
Absetzung des Dioskoros hat er mit Widerstreben zugestimmt
(6, 1052 vgl. 1082), die Orthodoxie des Briefes Leos aber an-
erkannt (7, 16). Im lateinischen Texte der Akten (7, 138),
nicht aber im griechischen, figuriert er unter den Unter-
zeichnern des Symbols. Später ist er anderer Meinung ge-
worden (vgl. unten Buch 4, 7).

5? 27. Joannes von Germanikeia war auf der Synode einer
der energischsten Parteigänger des Papstes (Mansi 7, 99 ff.).

6, 4. Vgl. Mansi 7, 104: 'Avaxohog 6 svlaßeaxaxog ccq%ie-
iTLG%07tog KavGtavxivovTiolscag sItiev diu trjv %'iGxiv ov xcc&rjQe&t]
ZlLOßxoQog, all' etcelÖi] ecKOLvcovriGiav iitolv^GE xa> %vqlw Aeovxi

TCO dq^lEHLG-AOTlKt.

6, 20. Hiernach Bar Hebr. 176: „Hierauf wurde er von Kaiser
Markianos durch Joannes von Akkudion berufen, damit er der
Formel von Chalkedon zustimme und sie unterschreibe. Er
aber sprach: Ich würde dies selbst dann nicht thun, wenn
meine Hand abgehauen würde und ihr Blut auf dieses Papier
flösse." (Übers, v. Stade). In den Akten findet sich ein der-
artiger Ausspruch nicht.
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