Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 305
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Anmerkungen.

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(bei St. Baluzius, Nova Collectio Conciliorum, 1, Paris. 1683, 750)
Saturninos (vgl. Mansi 6, 688).

8, 16. Die Akten enthalten nichts Derartiges.

8, 28. Trajanopolis ist zu lesen. Ein Bischof Basileios von
Tripolis ist nicht bekannt. Dagegen war Basileios von Traja-
nopolis (Thrakien) in Chalkedon zugegen, Gegner Theodorets,
unterschrieb die Absetzung des Dioskoros und nahm den Tomos
an (Mansi 6, 568. 7, 120. 188. 426. 430).

9, 1. Eustathios vonBerytos hat das Symbol unterzeichnet
(Mansi 7, 141. 142), natürlich ohne Zusatz. Dieses wie die vorher-
gehenden Geschichtchen von Dioskoros, Amphilochios und Theo-
doretos entstammen dem monophysitischen Anekdotenschatz.

9, 9. Die Anwesenheit der Kaiserin ist von Quesnel (s. Hefele,
495 N. 1) bestritten worden, weil nur die lateinischen Akten
(Mansi 7, 128) ihrer gedenken. Indessen war der Zweifel schon
angesichts des Briefes des Anatolios KP. an Leo von Rom (Ep.
Le. 101), der die Angabe der Akten bestätigt, unberechtigt.

9, 11. Die Ansprache des Kaisers ist in den lateinischen
Akten erhalten (Mansi 7, 129 ff.). Der Text bei Zacharias weicht
davon kaum ab.

10, 3. Hiernach Bar Hebr. 176: „Und es befahl der Kaiser,
und sie sandten den Dioskoros nach Gangra ins Exil und
setzten an seine Stelle den Proterios, der bei ihm Presbyter
gewesen war und wegen des Episkopats (?)__ zum Judas wurde
und wie Absalom gegen seinen Vater." (Ubers v. Stade).

10, 5. Im Panegyrique 156 wird Proterios als oinovo^iog
bezeichnet: ,,celui qui etait charge de l'economat du Cesareion"
(s. zu 23, 9). Nach Liberatus 14 p. 1016 und Joh. Nik. 294 war
er Archipresbyter, nach Eutychius 1054 D Archidiakon.

10, 9. Auch in den Plerophorieen 66 p. 374 wird Proterios
un loup feroce genannt. In der Vit. Petr. (Raabe 63) heifst
es von ihm: „Der harte und blutdürstige Wolf Proterius aber
frohlockte in grofser Freude und Lust und raste".

10, 36. Zum Folgenden vgl. Evagr. 2, 5 und Vit. Petr.
(Raabe 53 ff.).

11, 1. Vgl. 4, 33.

11, 22. Uber Jubenalios und seinen in den Augen der
Monophysiten unverantwortlichen Übertritt zur orthodoxen Par-
tei liest man in den Plerophorieen verschiedene sehr bittere
Anekdoten. Vgl. Nr. 16. 17. 18. 20. 56. Sehr drastisch ist fol-
gende Erzählung (Nr. 20 p. 253): Der greise Priester Paulos
sieht während der Nacht „l'eveque Iuvenal chasse dans un coin
et se cachant tout honteux, il etait noir comme un allumeur
de fournaise et revetu d'une tunique sale et pleine des pieces.
Le vieillard lui cria ä haute voix: «Seigneur, chef des eveques,
que t'arrive-t-il? Que signifie cet habit dont tu es revetu?«

Zacharias Khetor. 20
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