Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 311
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Anmerkungen.

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22, 30. Zum Folgenden ist aufser Evagr. 2, 8 und Vit.
Petr. (Raabe 64 ff.) die Epistula Aegyptiorum Episcoporum et
Cleri Episcoporum ad Leonem Imperatorern (Mansi 7, 524—30)
zu vergleichen, d. h. der Bericht, den die von Timotheos ver-
triebenen Bischöfe an Kaiser Leon gerichtet haben (s. auch
den nur in unbedeutenden Einzelheiten abweichenden Bericht
derselben Kleriker an Anatolios von Konstantinopelj. Möglicher-
weise hat Zacharias diesen Bericht gekannt und nicht ohne
polemische Rücksicht darauf geschrieben. Euagrios hat seine,
übrigens nicht lückenlose, Darstellung aus verschiedenen Quellen
zusammengeschweifst. Über die geschichtlichen Zusammenhänge
s. Krüger 86 ff.

23, 4. Timotheos hat auch Schriften des Kyrillos heraus-
gegeben. Vgl. Theoph. 111, 9 ff: Ttwö&eog dh ö 'EXov Qog ra
GvyyocxuLicixcc KvoLXXov rov {isyaXov litj ixdo&svxcc evqcov ivo&EVGs
iv noXXoig xonoig, mg Igxoqel IJixQog, ö TtQEGßvxEQogAXs^czvdQELag.

23, 8. Bei Theod. Lect. Cram. 102,19—27 heifst es anders :
TiLiö&eog 8h b Ai'XovQog tcqIv ?} ccvaLQE&fjvai üqoxeqlov, [Layyavsia
xivl %qt]6dw£vog, vvvxbg iv xolg xcov [iovo:%cov v.sXXLoig 7V£Qi£Q%6iisvog,
i£ övö^iaxog ev.ciXei sxaaxov iiov(x%6v iv.uvov dh v7tay.ovovxog, 'ilsyiv
oxl slg \ihv sir} tcöv XEixovQyiv.mv tcveviiuxcov, a.Tt£GxäXr\v dh it&aiv
siitslv i'va UqoxeqLov ybhv xfjg xoiv&vlag &cpcd%ovtai, Tlllo&eov
dh rbv Ai'XovQov i-x'iGv.oitov HQO%siQiGcovxaf iavxäv dr\Xov6xi
vTiov.a&riQTjiLEvcov iTUOv.OTicov, %EiQorovsZrca AiXovQog, in £<bvxog
rov TIqoxeqlov , v.al £v&vg ftoQvßcov v.al raoa%cQV rf\v ixxXr\Giav

iltXjjQCOGEV.

23, 9. Gemeint ist das KcuaüoEiov (Caesarium) (Socr. 7,7:
iitl ri]v iy.y.Xr}ßi<xv, fj iitmvviiov v.moaniov) das aucb wohl
KcaGuQEiu (seil. ixv.Xn\Gict vgl. Epiphan. Haer. 69, 2; Caesarea
basilica vgl. Liberat. 18) oder schlechtweg t) {lEyccXi] ixxXir\Gia
(Cosmas Indicopl. MS Gr. 88, 437) heifst. Evagr. 2, 8 schreibt
auf Grund unserer Stelle: r\ \L£ydXr\ iv.xXr\Gia, r\ KaiGaoog txqog-
ayoQEvsrcu. In Vit. Petr. heifst es (Ptaabe 65): „und als sie
ihn in die Stadt, und zwar in die fKaisarion' genannte Kirche
gebracht hatten." Zur Topographie s. die Karten bei Larsow
und bei Neroutsos-Bey (vgl. zu 71, 34).

23, 10. Nach dem Verfasser der Vita des Petros (Raabe
65 f.) haben nur zwei Bischöfe, Eusebios von Pelusion und Petros
der Iberer, den Timotheos geweibt. Der Verf. weifs, dafs darin
eine Unregelmäfsigkeit lag, denn er bemerkt, man habe gethan,
,,wie die alten Gesetze und Gewohnheiten in den Zeiten der
Verfolgungen erlaubten". Eine Randbemerkung in der Hand-
schrift besagt: ,,In einer anderen Erzählung, welche den seligen
Petros zum Gegenstand hat, haben wir erwähnt gefunden, dafs
drei Bischöfe Timotheos geweiht haben." Die Ausdrucksweise
deutet wohl nicht auf unser Werk, sondern auf Zacharias'
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