Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 313
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Anmerkungen.

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d. h. von dem Bade der ehrwürdigen Taufe wie einen Rebellen
den heiligen Timotheus samt seinem Bruder Anatolius fort-
zureifsen und ihn nach Tafosirion, einem in der Wüste gelegenen,
dreifsig Meilen von der Stadt entfernten Kastell zu führen."
Raabe bemerkt dazu: „Statt des überlieferten habe
ich ^vodgä^ gesetzt, weil in der Übersetzung von Zacharias'
Kirchengeschichte der Ort v;oc;zxo heifst, was auf TarpoßL^iov
(= TccTtoßsiQig, TcxTtoßLQig) führt. Die Schreibweise TacpoßigLov
findet sich auch bei Pseudo - Kallisthenes (ed. Meusel 1, 31):
ixstd'sv öh bSsvßag rjl&s sig xb TacpoGiQiov. iTCvv&ävexo ovv
Ttcigu x&v iyiaQicov, dia xL xb bvotia xovxo. ol 8h tcprficiv, x&qjov
'OGLQiog slvca xb Isqov. Vgl. auch Euseb. H.E. 6, 40: iycb
(Dionysios von Alexandrien) pbv yag . . . &y,cc xolg avv £/xot
ysv6(i8vog vnb xolg ßxQctximxocig slg TcntoeiQiv r\yß"i\v■."
24, 4. Also der olv.ovö^og.

24, 11. In der Vita des Petros (Raabe 65, 3 ff.) erscheint
Longinos, „der Abt der Mönche, ihr Haupt und Anführer,
der selige Asket und grofse Prophet", nicht als Vermittler,
sondern als der eigentliche Rädelsführer.

24, 13. Von der Rückkehr des Timotheos erwähnen die
Bischöfe und Evagr. nichts, so dafs man nach ihrem Bericht
den Eindruck bekommt, als habe Timotheos im entscheidenden
Augenblick gar nicht in der Stadt geweilt. Auch sagen die
Bischöfe nichts über das Verhalten des Dionysios, was die
Sache noch verdächtiger macht.

24, 18. Vgl. Cosm. Indicopl. MSG. 88, 437: iv xfj Kvqivov
i%%lr\6ia. Nach Larsows Karte liegt diese Kirche ganz im
Osten der Stadt in unmittelbarer Nähe des Hippodroms
(vgl. 25, 8). Neroutsos-Bey (zu 71, 34) notiert sie nicht.

24, 32. Auch in der Vita des Petros (Raabe 68, 3) wird die
That den römischen Soldaten in die Schuhe geschoben: „Als
nun Proterius durch Soldaten hinausgebracht wurde, da geriet
einer von diesen in Wut und tötete ihn am vierten im Nisän,
zwanzig Tage nach der Konsekration des seligen Timotheus,
nachdem er fünf Jahre und sechs Monate auf dem Thron ge-
sessen hatte." Proterios wurde ermordet am Gründonnerstag,
dem 2. Pharmuthi = 28. März 457. Im Breviculus cp. 4 p. 514 f.
heifst es nur: ante triduum Paschae, quo coena Domini cele-
bratur, collecta multitudine perditorum occupatur ecclesia, ad
quam se sanctae memoriae Proterius timore contulerat. Ibi
supradicto die in baptisterio occiditur, laniatur, ejicitur, et
funus eius incenditur, cineresque ipsius sparguntur in ventos.
Danach Liberat. 15.

25, 8. Der Hippodrom lag im Osten der Stadt, in un-
mittelbarer Nähe der Kirche des Kyrinos. Nach Macrizi 41
„erhoben sich die Einwohner von Alexandrien gegen den
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