Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 317
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Anmerkungen.

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32, 33. Der Brief des Anatolios bei Mansi 7, 537ff.

33, 24. Vgl. Liberatus 15 p. 1018: quo facto scripsit
imperator Leo duci Alexandriae Stilae, ut pelleret quidem ab
episcopatu modis omnibus Timotbeum, intbronizaret autem
alium, decreto populi, qui synodum vindicaret; 16 p. 1019:
iussione suscepta dux Stila fecit quae fuerant imperata et
exilio relegatur Timotbeus Aelurus Chersonam arcta custodia.

33, 32. „Wörtlich genommen dürfte diese Notiz unmöglicb
sein. Das „Zufluchtsuchen am Baptisterium" ist für den
Strategen wobl nur bildlicb zu verstehen; „mit dem Bischof"
beifst nicbt mebr als „in der Sacbe des Biscbofs". Der Stratege
selbst blieb draufsen; er beteiligte sieb nur, soweit er durfte.
Aucb wird seine Rolle übertrieben dargestellt, denn nachher
ist von ihm gar nicht mehr die Rede, nur von den Klerikern.
Die Römer, d. h. die Soldaten (vgl. zu 16, 1) vermitteln zwischen
den fanatischen Pfaffen." So Hffm. — Joh. Nik. 297 schreibt um-
gekehrt: „Le prefet de la ville qui avait use de violence contre
le saint patriarche Timothee tomba en pourriture (Fäulnis) et
mourut. Les habitants disaient alors que le mal qu'il avait
souffert etait un cbätiment de Dieu tres-haut, ä cause du
traitement innige au serviteur de Dieu, le patriarche Timothee,
afinque tous les hommes reconnaissent que Dieu veille sur ses
elus et qu'il punit les oppresseurs."

34, 22. Mit der Haltung, die Eustatbios von Berytos
nach diesem Bericht, der übrigens durch keine andere Quelle
unterstützt wird, eingenommen hat, stimmt die Thatsacbe
nicht, dafs der Prälat sich wie die anderen phönizischen
Bischöfe (Mansi 7, 557) für Verdammung des Timotheos erklärt
hatte. Auch schrieb E. eine Streitschrift gegen T. zur Ver-
teidigung des Tomus Leonis, von der ein Fragment erhalten
und in MSG. 85, 1803 abgedruckt ist. Vielleicht hat Zacharias,
der nähere Beziehungen zu Berytos hatte (s. die Einleitung),
für den Eustathios eine gewisse Vorliebe, und was er hier
erzählt, mag Lokaltradition mit bestimmter Färbung sein.
Vgl. auch zu 5, 20 und 26, 4.

35, 7. Hiervon heifst es bei Zacharias, mund. opif. 1024:
toaovrov cevreo (seil, tä i£Q<S) xdllog 17 xov 8r\iiiovQyov t£%vr]
xocl 6oq)Lcc TtEQLS&rixs, v.cci 7] rov aQ%i£Q£a>g Evßra&Lov ixsLvov
cpiloTi{iia' ov cpaßLv ißTtovöccuivccL rovxo hsqi ro (piloti^vriybc.

35, 16. Vgl. zu 21, 13.

35, 20. Timotheos Salophakiolos ward Bischof im Juni
460 und im November 475 vertrieben. Vgl. Gutschmid 453.

35, 22. Selbst der Gegner lobt hier den Patriarchen.
Um so mehr fällt das Zeugnis des Liberatus 16 p. 1020f. ins
Gewicht: sed quoniam idem Timotheus sie mitissimus erat in
episcopatu, ut etiam a suis communicatoribus accusaretur
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