Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 328
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328 Anmerkungen.

zusammen. Übrigens deutet sein iv xolg avtolg %QÖvoig auf
den im Vorhergehenden erzählten Tod Alarichs (410) zurück,
und Theophilos war bis 412 Patriarch. Unmöglich ist es also
nicht, dafs es sich bei Zacharias doch um die von Malalas er-
wähnte Kirche handelt. Eine Kirche des Theodosios wird
weder bei Larsow noch bei Neroutsos - Bey, l'ancienne
Alexandrie, Paris 1888, erwähnt. Mit dem Kaisareion ist sie
schwerlich identisch, obwohl sie auch bei Malalas r\ iieydlr)
iv.vlr\6ia genannt wird: Zacharias, der die „grofse Kirche"
oft genug erwähnt, würde sonst nicht für nötig gehalten haben,
sie hier in dieser Weise zu beschreiben.
72, 8. S. zu 68, 31.

72, 10. Vermutlich derselbe Kyros, dessen Leontios ge-
denkt (s. zu 51, 13).

73, 3. Evagr. 3, 13: IIsQyd[iLog . . viraQ%og xf\g Aiyvitxov

%StQOTOV7]&sig.

73, 14. Die Darstellung ist naiv. In Wahrheit war Pe-
tros Mongos einer der Haupturheber des Henotikons. Vgl.
hierzu die instruktiven Auseinandersetzungen von Amelineau
in den von ihm herausgegebenen und gegen E. Revillout, le
premier schisme de Constantinople in Revue des Questions
Historicpies 22 (12), 1877, 83 —134 als gefälscht erwiesenen
Lettres d'Acace (S. XXXI—XLVI und 196—228). A. ist der
Ansicht, dafs das Henotikon wesentlich erlassen wurde, um
dem Petros auf den alexandrinischen Stuhl zu verhelfen. Von
dem echten Briefwechsel zwischen ihm und Akakios, in dem
diese Fragen verhandelt wurden, ist uns nur ein Schreiben
(bei Evagr. 3, 17) erhalten.

74, 1. Evagr. 1. c.: [texu d' ovv TtavrjyvQSwg Srjuoxslovg
avu trjv 'Als^aväQscav ovßijg . . §£%£x&i UixQog xai xovg iv. xf\g
IIqotsqlov (.LOLQag.

75, 18. Das Henotikon ist griechisch bei Evagr. 3, 14,
lateinisch bei Liberatus 17 p. 1023 f. (bei Mansi 687 f. als
Kap. 18 bezeichnet), syrisch an unserer Stelle und bei Joh.
Eph. (vgl. Nau 481; Herr IST au war so freundlich, uns den Text
handschriftlich zur Verfügung zu stellen), koptisch in Cod.
Vatic. 62 (übers, von E. Revillout [vgl. zu 73, 14] und [genauer]
von Amelineau, Lettres etc. 216—220) erhalten. Die koptische
Version hat das Original stark verkürzt und kann bei der
Textvergleichung kaum in Betracht kommen. Dafs Liberatus
unserem Texte näher stehe als Euagrios, wie Barth 99, N. 1
behauptet, wird durch genaue Textvergleichung nicht unbedingt
bestätigt. Allerdings stimmen an vier Stellen Liberatus und
der Syrer gegen Euagrios (75, 20: den Bischöfen und Be-
völkerungen, Liber. episcopis sanctis et populis, Evagr. svla-
ߣ6ra.T0ig iTtL6K07toig xccl KlrjQiKOig xctl ybOVcc%oig */.al locotg [Kopt.
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