Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 346
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Anmerkungen.

hinging, fand er ihn, wie er geflohen war und sich in der
Kirche verborgen hatte, das Haupt gebeugt und auf die Kniee
gestützt. Da sprach er zu ihm: Der Herr der Welt hat deine
Verbannung vollzogen! Er sprach: Wohin? (Jener) sprach:
Wohin dein früherer Genosse gegangen ist, sich (dort) auf-
zuhalten (?). Es hatten ihn aber die oiv.ovo\loi gebeten, indem sie
sagten: Herr, wir bitten deine Hoheit, habe Mitleid mit seinem
Greisenalter und führe ihn nicht bei Tage hinaus, — wenn
nicht, so wird ihn die Stadt verbrennen —, sondern befiehl,
dafs er bis zum Abend bleibe, und so in Verborgenheit und
im Dunkeln hinausgehe. Indem auch das Evangelium gebracht
wurde, schwuren sie (Lücke) ihn bis zum Abend und entfernte
(ihn?) nicht, indem sie Leute (dort) liefsen, die ihn (Lücke). Im
Jahre 820, im Monat Tammüz, am 7. desselben, zur Abendzeit,
kam der Magistros mit zahlreicher Hilfe (?ßorj&sia?), führte den
Makedonios aus der Kirche Gottes hinaus und übersrab ihn
denen, die beauftragt waren, ihn in die Verbannung zu führen,
in die er hinausging, wie es sich ziemte, und bewirkte grofse
Aufregung in der ganzen Kirche der Orthodoxen. — So ward
völlige Ruhe in (Lücke), nach ihm aber ein gewisser anderer
Mönch, namens Joannes, auf den Stuhl (d'QÖvog) der Haupt-
stadt."

128, 1. Vgl. 120, 15 ff. 126, 11 ff. Die Geschichte auch
bei Theod. Lect. Eev. Arch. 399, 2—6: dicc tov [icc"/l6tqov ö
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xf\g ixxXr\6iag ccv&£vxr}6cxg slccßsv xal xm ßaatlsl ait£v.6\Li(j£v.
Danach Theoph. 155, 17—-21. Im Widerspruche zu diesen Be-
richten stehen die Angaben im Chron. Edess. Nr. 83 Hallier p. 121,
und Bar Hebr. 188, wonach Anastasios das Grabmal der Mär-
tyrerin Euphemia (vgl. 9, 10 und 142, 6) öffnen liefs, um die
darin aufbewahrten Konzilsbeschlüsse zu entfernen und zu ver-
brennen. Vgl. die Texte bei Hallier 22.

128, 15. Vgl. zu 31, 16.

128, 19. Vgl. 130, 16.

128, 24. Gemeint sind Andreas von Samosata, Joannes
von Germanikeia (s. zu 5, 27; oder von AigaiV) und Eutherios
von Tyana. Vgl. auch die Ketzerliste im Briefe des Severos
an Anthimos unten 216, 26 ff. Andreas und Eutherios waren
übrigens 451 nicht mehr unter den Lebenden.

129, 6. Auch nach den anderen Berichten (s. zu 119, 31)
spielt Marinos die ihm hier zuerteilte Rolle.

129, 22. Das Interesse unseres Syrers scheint sich ledig-
lich auf die von ihm erzählte Episode zu beschränken. Von
dem Vorgehen des Volkes gegen Marinos, von dem die an-
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