Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 379
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Anmerkungen.

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246, 13. Von einer unter Ephram gehaltenen Synode
berichtet der libellus synodicus bei Manai 9, 23: tv a> zaiQOj xcc
'Slgiysvsia doyfiaxcc vito xlvcov %f\g Jlalca6xlvr\g iiova^mv ixQccxvvsxo '
nccft' <hv 6 y.iyecg 'E<pQai}ii,og, 'Avxioföiag SvQiag &Q%t,£rtL6xo7tog,
ftsLccv avvoSov xc« teguv ßvaxr^ä^svog äva&i\iaxi xovg %goa-
(snicxkg avt&v ■naxsSi-Aaßs. Diese Synode fand aber aller Wahr-
scheinlichkeit erst nach 540 statt (s. Mansi, Note z. d. St.;
Diekamp 40 ff. verlegt sie in den Sommer 542). Jedenfalls
setzt sie das Wiederaufleben der origenistischen Frage voraus.
Unser Text verweist aber (Z. 20) die Synode in das Jahr 537/538.
Sollte nicht etwa ein chronologischer Schnitzer vorliegen, wie
ein solcher zu S. 238, 13 wenigstens für möglich erklärt werden
mufste, so ist anzunehmen, dafs unser Text eine andere Synode
meint. Vielleicht die gegen Synkletikos von Tarso3, von der
Photios Cod. 228 p. 248b Bekk. berichtet?

247, 6. Zum folgenden vgl. v. Dobschütz, Christusbilder,
1. Hälfte, S. 40—60 (Gruppe des Bildes von Kamuliana) und
S. 123*ff.; 2. Hälfte, S. 3**—9** (Beilage I). v. Dobschütz hat
sehr nachdrücklich auf die hervorragende Bedeutung des
Bildes von Kamuliana aufmerksam gemacht. Es ist im 9. Jahre
Justins IL, d. h. 574, von Kamuliana nach Konstantinopel
transferiert worden und hat in den Perserkriegen unter Mauri-
kios H. (582—602) und Herakleios (610—640) als Reichspalladion
seine Rolle gespielt. Zur Zeit des 7. ökumenischen Konziles
(Nikaia 787) war es nicht mehr vorhanden. Von den drei in
unserem Texte erwähnten Bildern galt das von Kamuliana als das
Original. Nach einem späteren Bericht, einer unter dem Namen
Gregors von Nyssa gehenden Festpredigt aus der Zeit zwischen
600—700 (vgl. dazu v. Dobschütz, 2. Hälfte, Beilage II, S. 9**—28**,
wo dieser Text zum erstenmal gedruckt und kritisch behandelt
worden ist), ist das Bild in Kamuliana schon zur Zeit Diokle-
tians wunderbar entstanden, unter Theodosios I. wunderbar
wieder aufgefunden und nach Kaisareia verbracht worden, wo
es zur Zeit des Verfassers noch verehrt wurde. Der Verf.
kennt überhaupt nur dieses eine Bild.

248, 1. Gemeint ist die Hauptstadt von Kappadokien.
248, 2. Gemeint ist der Flecken Kamulia oder Kamuliana,

Suffraganbistum der Diözese Kaisareia (Georg. Cypr. 90), der
unter Justinian Stadtrecht und den Ehrennamen 'Iovaxiviavov-
■KoXig KocfiovlLctvcöv erhielt. S. die Nachweise bei v. Dobschütz
40. 123* ff.

248, 6. Amaseia die Metropole von Pontos.

248, 7. Nöldeke übersetzt: „das eine der Exemplare".
An unserer Stelle ist aber ein drittes Bild gemeint.

24S, 13. D. i. 554/555. Das 27. Jahr des Justinianos ist
somit nicht vom 1. April 527, sondern vom 1. Jan. 528 ge-
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