Zacharias <Gazaeus>  ; Mayer, Carl; Ahrens, Karl Wilhelm Christian   [Hrsg.]
Die sogenannte Kirchengeschichte des Zacharias Rhetor — Leipzig, 1899

Seite: 383
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Anmerkungen.

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254, 1 ff. Leider ist dem hochwichtigen Missionsberichte
nicht zu entnehmen, welches Volk unter dem allgemeinen
Kamen der Hunnen zu verstehen sei. Da Probos und dann
sein Nachfolger Petros einen Hunneneinbruch in Iberien gegen
die Perser organisieren sollen, denkt man wohl am besten an
die Ovvvot ol Xsy6(i£voL EaßriQ, die Sabiren. Vgl. Prokop
B. P. 2, 29. Ihre Königin Boarex (Boa) ist 528 sehr energisch
im römischen Interesse thätig. Mal. 430, 20 (= Theoph. 175,
12). In deren Sprache werden also die Schriften der Missionare
herausgegeben worden sein. Aus der geographischen Lage
der Sabiren erklärt sich auch, warum von Albanien aus die
Mission organisiert ward. Eine zweite Mission zu einem
andern Hunnenstamm (Chazaren?), dem von Waracan (vgl.
Moses Chor. Geogr. ed Soukry S. 27, 37 der Übers.), ging
gleichfalls von Albanien im 7. Jahrhundert zur Zeit des arme-
nischen Katholikos Sahak III (677—703) ab. Moses Kalankat.
2, 39—45. Neben den glänzenden Erfolgen der Nestorianer
beanspruchen demnach auch die Monophysiten einen Anteil
an der innerasiatischen Mission. Glz.

254, 5. Vgl. 156, 34.

254, 7. Gemeint sind die Ereignisse vom Jahre 504.

254, 18. Nach dem Texte erscheint es, als wenn Qardüst
der einzige Bischof von Albanien (Arrän) wäre. Indessen be-
reits die Akten des Konzils von Aluen kennen neben dem
Archiepiskopos zwei Bischöfe und verschiedene Chorbischöfe.
Moses Kalankat. 1, 26 (deutsch bei A. Manandian, Beiträge z.
alban. Gesch., Leipzig 1897, 44ff.). Der armenische Katholikos
Yöhannes richtet um die Mitte des VI. Jahrhunderts einen
Brief an Arbas den Katholikos von Albanien und 7 Bischöfe.
Moses Kalankat. 2, 7. Demnach ist Q. nur einer der Bischöfe
des Landes und wahrscheinlich Chorbischof; denn sonst müfste
sein Name unter den Briefadressaten des armenischen Katho-
likos figurieren. Seine Ersetzung in der Hunnenmission durch
einen armenischen Bischof ist ein Beleg für die damalige enge
Verbindung der beiden Nationalkirchen. Glz.

255, 11. Von dieser Gesandtschaft berichtet Proc. B. P.
1, 12 p. 57, 14: (Justinos) Tlqößov rbv 'Avaßxaßiov xov ßsßa-
OilsvxOTog adsltpidovv avdqa 7tarQixiov i,vv iqr\\ia(Si TtoXlolg
ig BoßrtOQOv MnsfiApev, icp a> 6TQa.T£v\ia Ovvvcov %Qrni<x6iv
ccvansiaag "lßr\Q6L 7ti(iit£t ig ä,v[L^,a%iuv.

256, 4. Die Berichte über Chosrau's Christenfreundlichkeit
sind ziemlich zahlreich und legendär erweitert. Evagr. 4, 28
schreibt seine Bekehrung den Wundern des hl. Sergios zu
(also wie beim Enkel) und läfst ihn vor dem Tode getauft
werden. Ausführlich berichtet Sebeos cp. 2 S. 28: „Und in
der Stunde seines Ab Scheidens durchstrahlte und erleuchtete
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