Illustrirter Katalog: Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin im Landes-Ausstellungsgebäude: Jubiläums-Ausstellung der Kgl. Akademie der Künste im Landes-Ausstellungsgebäude zu Berlin: von Mai bis October 1886, illustrirter Katalog — Berlin, 1886

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XVIII

Chronik

Die unter der Leitung des Direktors, Professors Anton
von Werner stehende akademische Hochschule für die
bildenden Künste zählte im Wintersemester 1884,85 250 im-
matrikulirte Schüler und 20 Hospitanten; im Sommersemester 1885
248 immatrikulirte Eleven und 17 Hospitanten; im Winter-
semester 1885/86 290 immatrikulirte Schüler und 25 Hospitanten.

Aus dem Verbände des Lehrer-Kollegiums dieser Anstalt
schieden auf ihren Wunsch der Leiter der Antikenklasse, Pro-
fessor Otto Knille, mit dem Schlüsse des Sommersemesters
1885, (siehe oben) und mit dem 31. März 1886 der Vorsteher der
Malklasse II, Professor Ernst Hildebrand.

An Stelle des Ersteren übernahm Professor Paul Thu-
mann die Leitung der Antikenklasse, während für diesen der
Maler Hanke zum Vorsteher der Vorbereitungsklasse ernannt
ward. Als Nachfolger des Letzteren übernahm der Genremaler,
Professor Woldemar Friedrich, zuletzt in Weimar, die
Funktionen eines Hülfslehrers in der Vorbereitungsklasse.

Zum Nachfolger des Professors Hildebrand ward der
Geschichtsmaler C. G. Hellquist, zuletzt Professor an der
Königlich Schwedischen Kunstakademie zu Stockholm, ernannt.

Der Geschichtsmaler A. von Heyden, sowie der Kupfer-
stecher Hans Meyer, welche bisher auftragsweise eine Lehr-
thätigkeit an der Hochschule ausgeübt, erhielten vom 1. Oktober
1885 ab definitiv die von ihnen versehenen Aemter übertragen.

Für den seit dem 1. Oktober 1885 beurlaubten ordentlichen
Lehrer, Maler Franz Skarbina, übernahm der Hülfslehrer
Maler Boese die Leitung der Klasse für anatomisches Zeich-
nen, während die Funktionen des Hülfslehrers dieser Klasse
dem Maler Schäfer übertragen wurden.

Bei den akademischen Meisterschulen für musika-
lische Composition belief sich die Gesammtzahl der imma-
trikulirten Schüler während des Wintersemesters 1884/85 auf
19, im Sommersemester 1885 auf 16 und während des letzt ab-
gelaufenen Wintersemesters ebenfalls auf 16 Personen.

Durch das bereits oben mitgetheilte Hinscheiden des Pro-
fessors Friedrich Kiel erlitt insbesondere auch diese Abtheilung
der musikalischen Lehranstalten einen tief empfundenen Verlust.

Die akademische Hochschule für Musik zählte im
Wintersemester 1884/85 217 Schüler und 9 Hospitanten, im
Sommersemester 1885 180 Schüler und 10 Hospitanten, im
Wintersemester 1885/86 217 Schüler und 4 Hospitanten. Ausser-
dem nahmen an den Chorübungen und Aufführungen dieser
Anstalt in den vorbezeichneten Semestern 73, 44 und resp. 63 Di-
lettanten Theil.
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