Illustrirter Katalog: Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin im Landes-Ausstellungsgebäude: Jubiläums-Ausstellung der Kgl. Akademie der Künste im Landes-Ausstellungsgebäude zu Berlin: von Mai bis October 1886, illustrirter Katalog — Berlin, 1886

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Chronik.

XIX

In dem Lehrer-Collegium der Hochschule traten folgende
Veränderungen ein:

An Stelle des am 3. Mai 1884 verstorbenen Professors
Friedrich Grabau ist zum 1. Oktober desselben Jahres der
Königlich bayerische Professor Georg von Petersen, zuletzt
Lehrer an der Königlichen Musikschule in Würzburg, berufen
worden.

Am 3. Januar 1885 starb, 29 Jahre alt, zu Davos in der
Schweiz, wohin er sich Genesung suchend begeben hatte, der
ausserordentliche Lehrer des Violinspiels Josef Kotek.

Als Ersatz für den am 13. September 1885 verstorbenen
Vorsteher der Abtheilung für Composition und ersten Compo-
sitionslehrer Professor Friedrich Kiel (siehe oben) trat mit dem
1. Oktober 1885 der Tonkünstler Heinrich Freiherr von Her-
zogenberg aus Leipzig ein.

Im November 1885 wurde der Concertmeister John Kruse
als ausserordentlicher Lehrer des Violinspiels angestellt.

Den Lehrern Franz Schulz und Robert Hausmann wurde
unter dem 15. October 1884, sowie dem Lehrer Alexander Dorn
unter dem 25. Dezember 1885 das Prädikat „Professor" ver-
liehen.

In dem unter der Direktion des Professors Haupt stehen-
den akademischen Institut für Kirchenmusik nahmen
am Unterricht theil während des Wintersemesters .1-884/85
27 Eleven und 1 Hospitant, im Sommersemester 1885 24 und im
Wintersemester 1885 86 26 Eleven. Aus dem Lehrer-Kollegium
dieser Anstalt schieden aus mit dem L October 1884 der
Professor J. Schneider und der Kammer-Musikus Ressel; an
ihre Stelle traten der Professor Dr. Aisleben und der Musik-
direktor Rehbaum, welcher letztere wiederum bei seinem mit
dem 1. April 1885 erfolgten Abgang durch den Musiklehrer
Schröder ersetzt wurde.

Die Feier der Geburtsfeste Sr. Majestät des Kaisers und
Königs, ihres erhabenen Protektors, beging die Akademie,
wie in den voraufgegangenen Jahren, durch öffentliche
Sitzungen, welche in dem festlich geschmückten grossen Saale
der Singakademie abgehalten wurden.

Im Jahre 1885 hielt das Senatsmitglied, Professor Dr. Dobbert
die Festrede, in welcher die verschiedenen Entwürfe für das
Denkmal Friedrich des Grossen in Berlin zur Erläuterung
kamen; ausserdem wurden durch Chor und Orchester der
akademischen Hochschule für Musik ein von dem ordentlichen
Mitgliede der Akademie, Franz Hofmann componirter Fest-
gesang, — o-edichtet von Ernst von Wildenbruch — und die
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