Illustrirter Katalog: Ausstellung der Königlichen Akademie der Künste zu Berlin im Landes-Ausstellungsgebäude: Jubiläums-Ausstellung der Kgl. Akademie der Künste im Landes-Ausstellungsgebäude zu Berlin: von Mai bis October 1886, illustrirter Katalog — Berlin, 1886

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Chronik.

XXI II

21. August 1859 zu Kattowitz O.-S. geboren und zu Berlin
wohnhaft, und Victor Ritter von Herzfeld, am 8. October
1856 zu Pressburg in Ungarn geboren und zuletzt in Berlin
wohnhaft, für ihre verdienstlichen Arbeiten „ehrenvolle An-
erkennungen" ausgesprochen wurden.

Zu der für das Jahr 1885 eröffneten Preisbewerbung der
Giacomo Meyerbeer'schen Stiftung für Tonkünstler ohne Un-
terschied des religiösen Bekenntnisses hatten sich rechtzeitig
fünf Bewerber gemeldet, von denen drei die vorgeschriebenen
Konkurrenzarbeiten eingereicht haben. Von diesen konnte je-
doch keine für genügend erachtet werden, um eine Zuerken-
nung des Preises zu rechtfertigen.

Die Stipendiaten Wilhelm Neumann, Josef Röna und
Albert Gortcr befinden sich zur Zeit in Italien; der Stipen-
diat Bildhauer Reinhold Felderhoff gedenkt seine Studien-
reise im Herbst dieses Jahres anzutreten.

Die seit Jahren fortgesetzten Bemühungen, für die in Rom
studirenden Stipendiaten der Akademie günstigere Verhältnisse
zu schaffen, haben dahin geführt, dass seit Oktober 1883 bis
auf Weiteres aushülfsweise mehrere von der Königl. Staats-
regierung gemiethete, auf dem Strohl - Fernsehen Grundstück
vor Porta del popolo in Rom günstig belegene Ateliers den
jungen Künstlern für die Dauer ihres dortigen Studien-Aufent-
halts gegen billige Miethsentschädigung überlassen werden.
Mit der Beaufsichtigung dieser Ateliers, sowie überhaupt mit
Wahrnehmung der Interessen der in Rom studirenden akade-
mischen Stipendiaten und jüngeren preussischen Künstler ist
bisher der Bildhauer Professor Paul Otto betraut gewesen, bei
dessen Weggang von Rom diese Obliegenheiten dem Bildhauer
Robert Cauer übertragen worden sind. Die erfreulichen Frfolge
der gedachten Einrichtung bestärken die Akademie in dem
lange gehegten Wunsche, für die Studienzwecke ihrer Stipen-
diaten nach dem Vorgang anderer Staaten ein eigenes Institut
in Rom zu gewinnen.
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