Münsterbau-Verein <Konstanz>   [Hrsg.]
Das Alte Konstanz: Stadt u. Diöcese in Schrift u. Stift dargest. — 1.1881

Seite: 18
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Malersien zu Tage getreteu ist, trägt das Akerkiual ehrwürdigeu dllters uud gehört ver-
schisdeueu Iahrhuuderteu au. Die Lorschuug wird diese Ueberreste iu deu Zeitraum vom
tO. bis t5. Iahrbuudert uoch geuauer eiureibeu müsseu, al5 es bis jetzt möglich war.

Aeichuuug uud Larbeugebuug au gleichartige Ukalereieu iu Neicheuau Gberzell aus deiu
tt. uud Iahrbuudert eriuuert. *)

Ueber deiu Gewölbe des Tbores deckte mau eiue reiche dUalerei auf. Mäbreud
die Gstseite des Tbores bei Liusetzuug der gotbischeu Heuster sauuut deu dort befiudlicheu
Ulalereieu zerstört wurde, siud die drei auderu!5>eiteu uuverletzt gebliebeu uud babeu uur
durch iunere Heuchtigkeit uud dNaugel au guter Luft gclitteu. Dieselbeu zeigeu die zwölf
chiuunelszeicheu uud die dNouatsbeschäftiguugeu. Tie siud iu Ntedaillous uud auf blau-
grüuem Grund geuialt und uuter sich uüt rouiauischeu Arabeskeu verbuudeu. Gs sind
zwei Akalereieu übereiuauder, uud es bat die spätere chaud das frübere verdorbeu.

Das jetzige Gewölbe des ANttelschiffs ist erst iui Iabre t680 erstellt wordeu;
ehevor war eiue cholzdecke aui Dachstuhl befestigt. dNariuor sagt iu seiuer Topograpbie
(ch. 329. l. c.), datz mau üu Iabre t680, als uiau das Laugbaus über deu !5>äuleu wölbte,
deu früher bemalteu Gstrich aus cholz eutferute." Gb dabei eiu glücklicher Zufall uiit-
spielte, oder ob eiu iutelligeuter Aopf aus j?ietät weuigsteus eiueu Aest früberer !5>chöubeit
eiuer spätereu Aeit biuterlafseu wollte, bleibt dabiugestellt; aber Tbatsache ist es, daß vou
genauuter Decke eiu 3,8 Aketer lauges geuialtes Brett au deu (tchierbalkeu befestigt blieb.
Dieses geuügt, um uus verschiedeue wichtige dlufkläruugeu zu gebeu. Ts zeigeu sich darauf
zwei Rreissegmeute uiit Zuschrift, der j?fosteu eiues Tbrousessels, zwei gefaltete chäude uud zwei

*) vgl. Adlor l. c., die polychrome Tafel.
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