Münsterbau-Verein <Konstanz>   [Hrsg.]
Das Alte Konstanz: Stadt u. Diöcese in Schrift u. Stift dargest. — 1.1881

Seite: 33
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Unserer lieben

Lrauen Alünster in (Lonstanz.

M8U6NÜ.z

iu

(^ortsetznng.)

Z. Die aochische ^Zauperiode des UU'msters.

nt Ende des und Tlnfang des lö.
Zabrhnnderts treten wir in eine nene
periode der banlichen Umgestaltnng
nnserers Nlnnsters ein. Unterdessen war der
gothische ötil znr Uerrschast dnrchgsdrnngen.
Mie zwei verschiedensarbige sslüsse initeinander
sich mengend ibre Ligenbeiten gsgenseitig aus-
tanschen, bis einer znr Uerrschast gelangst —
so finden fich namentlich in den Ulalereien
des Ulnnsters die Uermengnngen nnd Ueber-
gänge des romanischen nnd gochischen ^tiles
vor. Zcb erinnere dabei namentlich an eine
Arenzignngsgrnppe in der obern ^akristei,
an die Ulalereien binter den tr>chränken der
öchatzkammer nnd an den grofien bl. Lbri-
stopborns im sndl. ^eitenschist.

ss(in lö. sgahrbundert war im iUanpersona!
ebensalls eine Berändernng eingetreten. Uer
Rirchenban war in Laienhände übergegangen.
dlnr selten mehr finden sich geistliche Uau
meister nnd die persönliche Theilnahme von
Rlosterbewohnern. jUie gothische Banweise
verlangte nämlich znmeist Lteinmetzen von
langer Uorbereitnng nnd steter Uebnng.) (Ugl.
sgannar, l. c.)

Uaneben war auch ein ^inn siir schöne
Privatbanten erwacht, nnd wer init einiger
Ansmerksamkeit nnsere alten i^tädte dnrch-
wandert, findet an Thorbögen nnd ,stenstern,
an Giebeln nnd Treppen, an l^änlen und
Lstrichen aus dem l5. Iahrhnndert eine über-
raschende gothische Bauthätigkeit. Dieses
15. Iahrhnndert versnchte anch an nnserenr
einsachen Banwerke seine Runft nnd es war
keine geringe Ansgabe, mit Beibehaltnng der

chomLn. chsulo cis3 NttÄsobiWs mic SNIS-

kugtsv gotb. Mlbnng äss chsÜMsoinKL.

Das alte Lonstanz.

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