Münsterbau-Verein <Konstanz>   [Hrsg.]
Das Alte Konstanz: Stadt u. Diöcese in Schrift u. Stift dargest. — 2.1882

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Zweiter )ahrgang.

!882.

Oor w o r t.

s ift ein gahr dclrüber bingegangen, seitdem diese 5>christ das
erfte 2Nal die wanderung in die Melt antrat. ^>ie that es
mit Gottvertranen und voll choffnung, daß sie eine sreundliche
und woblwollende Aufnahme ffnden werde.

Die Lrwartungen sind nicht zu ^-chanden gewordsn wie
aus den in b)eft IV. des erften Iahrgangs mitgetheilten Oer-
zeichnissen der Alitglieder und Abonnenten hervorgeht. Menn
nicht eine doppelt so große Aahl dem Organe des Alünster-
bauvereins Lserz und Lsand öffnete, so liegt dies vermuthlich
weniger im Alangel des Interesses als in den allbekannten
schwierigen Zeitumständen.

Alögen uns die seither gewonnenen Hreunde treu bleiben
und mögen ihrem Aeispiele noch manche nachsolgen; gilt es
ja nicht blos, diese Blütter im gnteresse der Grts- und Diözesangeschichte fortzusetzen,
sondern auch die Aeftauration des Ronftanzer Alünfters damit allseitig zu sördern. Ueber
den Lortgang dieses letztern Merkes wird die Redaktion die tkeser ftets aus dem ükausenden
erhalten und namentlich auch die interessanten Gutachten derjenigen Lachmänner mittheilen,
welche in den letzten Iahren das Bauwerk genauer untersucht haben.

Das alte Titelblatt der Oereinsschrist wurde als ungenügend beseitigt und hat
Lserr j?rofessor und Lsiftorienmalsr I. Klein in Mien sich angeboten, ein neues zu ent-
werfen, wosür wir ihm an dieser ^>telle den wärmsten Dank ausprechen. Alöge sich
der künstlerischen Auffassung der Inhalt in Mort und Bild einigermaßen würdig anreihen.

Die Aedaktion hat im verffossenen Iahr von Fachmännern mancherlei ermuthigende
Auschristen, auch belehrende Minke erhalten; die ersten werden dieselbe zur Ausdauer,
die letztern zur Gewissenhastigkeit im Tlrbeiten ermuntern.

Mir danken auch an dieser ^telle allen verehrlichen Alitarbeitern des erften Iahr-
gangs und bitten dringend um ihre weitere geneigte Beihilfe.

Alöge auch im 2. Iahrgang Gott diesen Blättern L>ein Geleite geben; sie sind
die Apoftel sür das Merk der Aeftauration eines vaterländischen Bauwerks und tragen
deßhalb an der l^pitze das Mort des jdsalmiften:

„L'serr, ich liebe die Zierde deines L^auses und den Mohnort deiner
L^errlichkeit." j)s. 25.

Ronstanz, im Iuli 1882.

-H.eberUnLei.-

Die Redaktion.
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