Münsterbau-Verein <Konstanz>   [Hrsg.]
Das Alte Konstanz: Stadt u. Diöcese in Schrift u. Stift dargest. — 2.1882

Seite: 11
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Am A. Dezbr. s860 schrieb Baurath Oehl, „dah nach mmmehr Iahren das
Banwesen vollendet ist."

Ietzt wnrden die Banbntten entfernt, das nberflüssige Material -und Merkzeng
verkauft nnd der s)latz ums Alünster bermn verebnet nnd durch Tlnlagen verschönert.
Lin vorschlag, der Stadt den j)latz zn schenken, wnrde nicht angenommen; die Stadt aber
übernabm die Unterbaltnng und Reinignng des j)latzes und hat seither denselben im besten
tv>tand gebalten.

In den Banjahren hatten sich die besten Kräste angestrengt, etwas Gntes nnd
relativ vollkommenes zn schaflen; wir müssen dieses edle tv-treben nnd Alühen dankbarst
anerkennen. Märs das Alünster in jenen Iahren vernachläßigt worden, so hätten wir
jetzt bei Miederansnahme der Restanration eine Arbeitsleistung vor uns, an welcher wir
fast verzagen müßten, trotz guten Millens nnd trotz privater großer Opferwilligkeit.

2ln»icrkung. Or. k) ü b s ch lseiurich, gcb. ^795 zu kvciuheim a. d. Bergstraße, t82-^ Lehrer der Architektur ain
Städel'scheu Iustitut iu Frauksurt, ^827 Lauiuspektor iu Rarlsriche uud später Laudirektor, starb aiu z. 2lpril ^862. Lr
war eiu ausgezeichueter Banuieister uud srnchtbarer Fachschriststellcr. reiste er nach Italieu uud Gricchculaud, t822 uud
>,828 wiedcrholt uach Italieu. Iu Badeu baute er währcud dreißigjähriger Thätigkeit fast alle öffeutlicheu Gebäude uud
zalilreichc Kirchcu, war auch mit der wiederhcrstelluug des Doiues iu Speier beschästigt. Seiue vorliebe waudte er deiu
Rundbogeustil zu. Seine größte schriststellerische Leistuug ist: „Die altchristlichen Airchen nach deu Baudeukmaleu uud älteren
Beschreibuugeu. Aarlsruhe >;8S2.

Unser Titel und eill Gedellkblatt.

Aer zweite Iahrgaug unseres vereiusorgaus stat ciu ucues Titelblatt erhalten aus der kuuftsiuuigeu ksand
dcs lsistorieuiualers I. Alciu iu kvieu, iu Ziukograplste uud iu Roth- uud Schwarzdruck ausgcsiihrt. Liu Lngel schwebt
iumitteu als schiitzeuder kvappeuhalter dcr wappeuschilde der alteu viözese nnd der Stadt Aoustauz. Ihiu zur Seite rechts
steht uutcr einciu Laldachiu St. Aouradns uiit Relch uud Spiuue, der große hl. Bischof aus deiu markigen Geschlechte der
welfeu (ff Y76); zur liuken der hl. Pelagius, Märtprer, uach der Auffassung des ^7. Iahrhdts. Ls siud dies die beideu
Patroue der Stadt uud des Müufters. Liuks nuteu ist das wappeu des jetzigeu Lrzbisthums, rechts das alte Sigillnm der
Stadt augebracht. Das Motto: „verr, ich licbe die Zicrde Deiues ksauses uud den wohuort Deiuer kserrlichkeit, Ps. 22."
erklärt sich vou selbst.

Diesem Titclblatt ähulich habeu wir eiu Gedeukblatt der M ü n st e r r e st a u r a t i 0 u ausertigeu lasseu für
alle jeue, welche sich um dieseu Bau iuteressireu oder verdieut macheu. Die Idee ist im Ganzeu uud Großeu dieselbe, uur
sieht mau iuniitteu das Apokalpptische weib (vgl Gffb. Aap. 12) Maria mit dem Iesuskiude, eiue Aroue vou t2 Sterueu
uiu ihr ksaupt, den siebeuköpfigeu Dracheu treteud. Die Ausfnhruug ist der Dürer'scheu Auffassung ähulich. Maria mit
St. Aourad uud St. Pelagius siud unsere patrouc. Dieses Gedeukblatt kauu nm so Pf. vou nus bezogeu werdeu.
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