Münsterbau-Verein <Konstanz>   [Hrsg.]
Das Alte Konstanz: Stadt u. Diöcese in Schrift u. Stift dargest. — 2.1882

Seite: 14
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Aapitel bei dem ausgezeichneten Mann Lrhard Ratdold, Bürger von Angsbnrg, im
Drucke herstellen lassen und zwar znerst in kleinerem, dann in größerem ^orinat. An der
öpitze jedes Akissale sollte ein Titelblatt sein mit dem bischöflichen und dem j?ersonalwappen
nnd den jDatronen der Airche sdieses Alatt selflt in dem vorliegenden Txemplar wie anch
das Tanonbild).

Ls beginnt das Verk mit dem Talendarium. In dasselbe haben sich anch einige
Metterregeln eingeschlichen; im Akonat Ianuar stelfl
„Vineeiitji kesto 8i 8vl 1'g.äiat memor 68to
Imio iiMKinim kao V38 ipiiri vitm llalüt tibi uvrm"; 'ch
im Akouat ^uni:

„Uoäarcü pliiviu kaoit cleoro^ooro vina."^'")

Nach dem alpbabet. verzeichniß der Feste nnd der Benedictionen folgt der „orclo
Nii88ali8 866unäum olioium Ooll8tnnti6U86in P6r oiroulum UNIÜ" in 134 Blättern, lfleranf die
„6Ioria iu 6xo6l8i8" in 8 Intonationen, 13 s)raefationes in Boten, nnd das „kator no8t6i"
ebenso. 2lußer dem hentigen Text des Gloria („6untu8 rni§6liou8") flndet sich ein Gloria
der beiligsten Iungfran; dasselbe lantet: „ . . . . vonüim I)6U8 rex oool68ti8, cioim prcter omiü-
pot6U8. Aoiiüim liü uiÜA6iüt6 s68U oliri8t6. 8piritu8 6t rilmo orptiriuorum priraolito. vonüno
Ü6U8 LANU8 äoi kiüu8 pritri8. krilN0A6iüt6 mririo virAÜÜ8 Niritri8. 6ui toIÜ8 poooatri muucli
uÜ86r6r6 noIii8. ()ui toIÜ8 poooritri muncü 8U8oip6 ctoprooritionom no8trrim: ^.cl mririo tzloriam.
1)ui 86Ü68 aci äoxtoram pritri8 mi86ror6 nobi8. (juoniam tu 80I118 8anotu8: Uriririm 8riuoti-
IIorin8: lu 80IU8 clonünu8 Uaririm Auboruriim. 'ku 8OÜI8 ulti88imu8 Uaririm ooronaim.s68u elirmto.
6um 8anoto 8piritn in Zloria cloi patri8. ^mon."

Das Tredo hat 2 Intonationsweisen. Der Tanon des Offertorinm ist im wort-
lante vom heutigen verschieden. Aer ganze Tanon ist in j)ergament (8 Blättern her-
gestellt, es fehlt im vorliegenden Txemplar eines, woranf das Tanonbild war).

Alit dem 15fl Blatt beginnt der Theil „cle 8auoti8" und geht bis Blatt 238. Alit
einer nenen Zahl I beginnt das „eoininuim 8aiiotorum" und umfaßt 42 Blütter. Auf dem
42sten steht: „bibor nü88ali8 86ouiiclum ritum ooolomo 6oii8tanti6ii8i8 por Lrliaräum ratclolt
nüia imprimoucli arte cjua nuper V6ii6ois8: uuno auZrmto vinäolieorum oxooüit nonüiiati88Ünii8.
^Ub>!8t6 impi688U8 knüt keüoiter auno clonüni 1505 V icüi8 ootobrm. Außerdem folgen noch
drei Blätter „neKÜAontiao et äekeetim in nÜ88a oonüuA6iit68". Das Schlnßwort ist „Üau8 cloo"
und anf dem letzten Blatt drnckte der Aünstler sein Mappen nnd der Anpreisnng seiner
Aunst, die wirklich alle Anerkennnng verdient. Die Txpen sind scharf und charakterisch ge-
schnitten, die Initialen mnsterhaft, der Druck vom ersten bis zum letzten Bnchstaben tadellos.

(Fortsetzung folgt).

*) weim cmi viiizenzfest die Seime scheint, so vergiß nicht ein großes Faß zuzurichteii, weil der Rebstock dir
Trauben bringen wird.

**) wenn cs aii Medardustag regnet, dann nimint der wein ab.
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