Münsterbau-Verein <Konstanz>   [Hrsg.]
Das Alte Konstanz: Stadt u. Diöcese in Schrift u. Stift dargest. — 2.1882

Seite: 17
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Die ersten neueren Restaurationsarbeiten

im Münsler in Ronstanz.

Die ^t. Ronradikapelte.

m letzten Lsefte wnrden die kostbilligen nnd ansgedebnten Arbeiten beschrieben,
wslche wäbrend Iabren an dem Zlentzern nnseres Alünsters bis znm
Iahre l860 vorgenoinmen wnrdsn. Oon dortab waren die Bankassen nnd
Bankräste erschöpft; das Bolk gewöbnte sich an das Gottesbans, obschon man
sich gestehen mutzte, datz die 2lnsgabe der Aestanration jetzt erst zur chülste
gelöst war. Mer nämlich hentzntage, nachdem er das äntzere Gesammtbild des
Domes in sich ansgenommen bat, in's Innere desselben znm ersten Alale eintritt,
ist unangenebm berübrt über die grotze Aissonanz, wslche zwischen dem Aentzern
nnd ^nnern bestehl; es gleicht das Akünster einem modernen Bnche in mittelalterlichem
Ginband. Die kahlen Münde schreien nach ^arben nnd die Henster nach Akatzwerken,
der Lhor insbesondere nach einer dnrchgreifenden stilvollen Bestanration. Doch woher
das Geld nehmen zu dieser 2lrbeit, nnd wo die Akaler und Architekten snchen znr Ans-
sührnng eines projektss, das ebenso schwierig als kostbillig ist? Bei diesen Grwägnngen
traten vor etwa 7—8 Iahren alle srommen Münsche, das Gotteshans schön hergestellt
zu sehen, in weiten chintergrnnd. Aa sügte es der chimmel, datz ein Alann den Meg
zeigen mutzte, wie man unter allen Umständen im Rleinen anfangen könne zu restanriren,
nm daran die geistigen Kräfte zn erproben nnd dabei bescheidene Geldmittel zn einer
guten alsbaldigen verwendung zn bringen. Die Idee zu einer theilweisen Restanration
war gegeben dnrch den hl. Akann, der einst lange Iahre dsn chirtenstab über die grotzs
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