Münsterbau-Verein <Konstanz>   [Hrsg.]
Das Alte Konstanz: Stadt u. Diöcese in Schrift u. Stift dargest. — 2.1882

Seite: 31
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3. Bild: Line Iungfrau (gekleidet wie Bild t) hechelt den chanf. Ueberschrift:

. Ulb 168 MIM. Zum ersten wort gehört das 8 (ans Bild 2),
alfo vollständig llöelmln.* **))

4. Bild: Line ^rau (wie Bild 2) reibt das werch. )hr 5itz ist nicht wie

bei den meisten andern Aguren eine ^-tein- oder L)olzbank mit gothi-
fcher j)rofilirung, sondern eher einwerkzeug zumAuf- und Znklappen (?).
Ueberschrift: ULL68 . LM.168 >V0b LILM. )m ersten wort ist L
statt 8 gesetzt.

lalel II. Bild 5. Line Inngfrau (roth gekleidet) legt werch für den ^-pinnrocken (Aunkel)
zurecht. Ueberschrift: 8V8.880 168 M M7 8IMM. Das 8 ist
über dem I verdoppelt.

Bild 6. Line Inngfrau (grün gekleidet) spinnt mit der ^-pindel, woran der
heute noch gebräuchliche dZuirl (würtel). Ueberschrift: 80 8M. 168
88 VV08 688IMM. Im letzten wort fehlt das 8 zur verdopplung.

Bild 7. Lins weißverschleierts ^rau mit rothem Bock haspelt das Gespinnst ab.
Ueberschrift: 168 8EM M(?) 88868llL8008MI8.

Bild 8. Gine Iungfrau in grünem Bock windet von einem größern 1)aspel
Garn^auf einen Rnänl. Ueberschrift: 0^88 >VIV88 LM 168 8818.
In ^vinäsn fehlt das 8.

8a1k1 III. Bild st. Line rothgekleidete Inngfrau, die ein weißrothes Rrönlein trägt, zettelt.

Die Ueberschrift heißt: 88 . M8.168 . >V08 . V8V 8888. vor 88
ist vom Schreiber W888 ausgelassen worden. In kan ist 8 mit 8
verwechselt.

Bild 10. Gine grüngekleidete Iungfrau sitzt am webstuhle, hält mit der Rechten
die weberlade, mit der Linken das Schiffchen und tritt mit dem linken
^uß den webschemel; ein roth gekleidetes Rind spulet daneben mit
der hand. Ueberschrift: 8>V8 . LI8V . 88V888.168 . M . >V888. In
beiden letzten worten fehlt der Lndbuchstabe 8.

Bild U- Eine rothgekleidete Hrau mit turbanähnlichem Aopftuch zerschneidet
die fertiqe Leinwand nnt der ^cheere. Ueberschrift: 818 VV068 18
108 NI8.8 808888. vor 18 fehlt 88 - 8818.

Bild 12. Line ^ran mit weißem Schleier und grünem Rock sitzt anf einem
weiß und roth carirten j)olster und macht eine Art Täschchen; ein
bereits fertiges hängt nebenan. Alit dieser Kgur beginnt vermuthlich
die varstellung der mit der weberei zugleich gepflegten verfertigung
von Täschchen und Gürteln aus ^eide. ^) Ueberschrift: 808 08 108
81082^8888. 88 6888.8 . Die letzten worte är §6H8.8 gehören
zum nächstfolgenden Bild.

lakel IV. Bild 13. Zwei Iungfrauen, die eine mit rothem, die andere mit grünem Rleide,
drehen^Seide. Ueberschrift: 8.1VI8 88 8V1 808M8. Der Anfang
der zugehörigen tzVgende steht über Bild 12: är(ö)»6ii8 8(o1l6)n; bei
U8 fehlt 8, ebenso bei 86ÜLM6 das 8.

*) Im Bologiiesischen gebraucht man noch die gleiche bsechel, nur wird dieselbe an den beiden Ansschnitten an den
Lnden befestigt.

**) Der Gürtel aus Seide und vielfach mit Gold durchwoben blieb bis zur Stunde in manchen Lantonen der Schweiz
iu der Nationaltracht erhalten.
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