Antiquariat Altmann <Berlin>   [Hrsg.]
Autographen: aus allen Gebieten; Beaumarchais, Beethoven, Chopin, Darwin, Goethe, Haydn, Heine, Kant, Leibniz, Liszt, Melanchthon, Meyerbeer, Michelangelo, Mozart, Napoleon, Rubinstein, Schiller, Tschaikowski, Turgeniew, Verdi, Voltaire u.a.; Versteigerung: Montag, den 7. Mai 1923 (Katalog Nr. 25) — Berlin, 1923

Seite: 7
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22 Beethoven, Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. O. O. u. D. (Wien,
ca. 1799). 1 eng geschriebene Seite. 4°. Mit Siegelspur.

K a 1 i s e h e r N r. 3 2. P r a c h t v o 11 e r B r i e f , a n s e i n e n
Freund u n d Verehrer K a r 1 Amenda. ,.Ich g 1 a u b e D i r
nicht zeitig genug geben zu können, was m i r Fürst
v. Lfichnows'ky) f ü r D i c h g e s c h i c k t hat, u n d e s i s t
z w a r wenig, aber e r i s t j e t z t i m Fortreisen b e g r i f -
f e n , u n d d a w e i ß t D u w o h 1, w a s d a' s o e i n e r braucht
— Ja, lieber guter Amenda, icln m, u ß es noeh einmal
wiederiiolen,- daß e s mir sehr 1 e i d t h u t, d a ß D u m i c li
v o n D einer L a g e n i c h t f r ü h e r nnterric'htet hast...
ich wäre nieht in Sorgen, daß es Dir unterwegs an

e t w a s m a n g e 1 n k ö n n t e . . . ich bin augenblicklich in einer Lage,

wo ich nichts entbehren kann . .

23 — Eigenhändiger Brief m. Unterschrift („Beethoven“). O. O. u. D.

(Wien, ca. 1824). 1 volle Seite. 8°.

Vgl. Kalischer Nr. 1049. Prachtstück. Höchst chärakteristi-
sciier B r r e f Beethovens a n scinen F r e u n d u n d V e r -
1 e g e r T o b i a s Has linger, in welchem er sein polterndes Tempera-
ment sprudeln läßt. „B.ester T o b i a s i n s e c u 1 a seic-ulorum!

Ich bitte den Brief an Bauerle [Redakteur der „Wiener

Theaterzeitung“, der Schöpfer der „Staberl“-Figur] z u T e n d 1 e r u.
Mans-tein [Beethoven’s Bankiers] zu schicken, da ich seine
W ohnung n i c h t w e i ß , — zugleich d e n a n H e r r n S t e i -
n e r v. Felsbur.g [Hofseicretär u. Musikdilettant] m i r i n d i e B a n k
zu besorgen, die Stuben-Meuscker sind zu nichts d. h. zu brauchen.
Bis hente Nachmittag sehn wir uns. Euer amicus
Beethoven. Seid so gut zu schreiben, daß ihr dieses
e r li a 1 t e n habt."' V o n v o r z ü g 1 i c h e r Ejhaltung.

24 Beranger, P. J. de, der große französische Dichter, 1780—1857.
Eigenhänaiger Brief m. Unterschrift. O. O., le 3 sept., 1825. Vt Seite. 4°.

Er entschuldigt sich, daß er einen Brief so lange in der Tasch.e heirum 1
getragen liabe, ohne ihn zu beantworten.

25 — Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. O. O., 4 fevrier, 1845.

1 Seite. 8°.

Er übersendet ein Billet für eine „Seance de l’Academie Franpaise“. „Profi-
tez en, puis que le coeur vous en dit“. Er spricht von Ste. Beuve.

26 — Eigenhäncliger Brief m. Unterschrift. O. O., 31 juillet, 1854. 8°.

4 Seiten.

Hübscher Brief an Monsieur de Valoir mit umfangreichen Ausführungen per-
sönlicher Natur. „Vous devez voir qu’il me >couto beaucoup d’ecrire ä 74
ans ...”

27 Berlioz, Hector, der französische Komponist (1803—69). Eigen-

händiger Brief m. Unterschrift. (Paris) mercredi matin (4. 7.. 1866). 8°.

1 Seite. Mit eigenhändiger Adresse u. Briefmarke.

An „Madame Moet“, Paris, deren Einladung er annimmt.

28 -— — Morel, Auguste Benedicte, BeL-lioz’ Freund. Eigenhändiger

Brief m. Unterschrift. (Paris) 8 9bre 1843. 8°. 3 engbeschriebene.

Seiten. Mit eigenhändiger Adresse.

An Monsieur Lecourt, avocat, ülarseille, der dort ein Musikkonservatorium
unterhielt, mit interessanten Einzelheilen über ihren gemeinsamen Freund
Berlioz. „Ilelas! mon cher ami Berlioz en ce moment est un de mes vifs
cliagrins. II est entierement subjugue par une femme indigne de lui cette
Reccio, . . . chanteuse sans talent ä voix fausse qui lui a fait le plus
grand tort en Allemagne et qui lui fait perdre son temps, son argent -. . .“
Er spricht dann davön, Berlioz für die Dirigentenstelle bei der Opeir an
Stelle des kränklichen Habeneck zu interessieren, ferner von der Beteiligung
Berlioz’ an einer Künstlervereinigung in Marseillc usw.

29 — — — Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. (Paris) 28 9bre 1843.

8®. 3 Seiten. Mit eigenhändiger Adresse. Leicht eingerissen.

An Lecourt, Marscille, dem er irn Auftrage ihres gemeinsamen Freundes
B e r 1 i o z einc Mänuskript-Partitur von' dessen „chant sacre dans les melo-
dies Irlandaises“ (opus 2) zur Abschrift für eine Aufführtmg mit Chor und
Orchester übermittclt und gleichzeitig einen Bericht über ein öffentliches
Konzert von Berlioz gibt.

30 Bernoulli (Jean), der große Schweizer Mathematiker, der Freund von
Leibniz und Euler (1667—1748). Eigenhändiger Brief m. Namen (am
Kopfe). Basel, 22. Juli 1734. U/3 Seite in 4°. (Sehr eng geschrieben.)
Mit eigenhändiger Adresse.

Schöner lateinischer Brief an Joh. Gessner, Professor der Mathematik in
Ziirich, in dem er von „Joannes Schenckerus, vetus meus amicus“
spricht und die Namen Ulr. Hegner, Mencken, erwähnt. Sehr' selt'en.

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