Antiquariat Altmann <Berlin>   [Hrsg.]
Autographen: aus allen Gebieten; Beaumarchais, Beethoven, Chopin, Darwin, Goethe, Haydn, Heine, Kant, Leibniz, Liszt, Melanchthon, Meyerbeer, Michelangelo, Mozart, Napoleon, Rubinstein, Schiller, Tschaikowski, Turgeniew, Verdi, Voltaire u.a.; Versteigerung: Montag, den 7. Mai 1923 (Katalog Nr. 25) — Berlin, 1923

Seite: 15
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94 Hartmann, Eduard von. Verfasser der „Philosophie des Unbewußten“
geb. 1842. Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. Berlin, 17. III. 1874.
1 Seite. 8°.

Dankt für die Zusendung de,s Bachofenschen Manuskriptes, das er kritisiert.

95 — Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Beiiin, 17. 1. 1876. 2% Seite.
8°.

Interessanter Brief; dankt für die Zusendung eines TrauerspielS, das er
in längeren Ausführungen kritisiert. Aufgefordert, einen längerien Beitrag zum
„Hausfreund“ zur Verfügung zu stellen, schreibt er ,, . . . erlaube ich mir die
ergebenste Anfrage, ob Sie ein Kapitel aus meiner Phänomenolog|ie des sitt-
lichen Bewußtseins über die Treue haben wollen. Der Titei lcönnte etwa
heißen: Die Treue in ihrer ethischen Bedeutung.“

96 — Eigenhändiges Gedenkblatt mit Unterschrift. O. O. u. D. 1 Seite.

8°. 18 Zeilen.

Interessante kurze Verteidigung Bismarcks gegen Angriffe der Gegner seipier
inneren Politik. „Bismarcks Leistungen in der auswärtigen Politik werd-en
von wenigen in Zweifel gezogen, aber von vielen nicht wiH,ig anerkarmt,
weil sie Gegner seiner Inneren Politik sind . . .“

97 — Eigenhändiges Gedenkblatt m. Unterschrift. O. O. u. D. 1 Seite. 8°.

Längere philosophische Sentenz von 25 Zeilen . . . „Der Mensöhi findet das
Leben um so erträglicher, je stärker Stumpfsinn und Leichtsinn in seinem
Gharakter dominieren, d. h. je näher er den charakteristischen Merkmalen
des Tieres steht.“

98 — Photographie mit eigenhändigem Namen (a. d. Rückseite). O. O.

u. D. 16°.

98a Hauptmann, Gerhart, dramatischer Dichter, geb. 1862. Eigen-
händiger Brief m. Unterschrift. Schreiberhau im August (18)93.
1 Seite. 8°. Mit Adresse.

Brief an Direktor Witte-Wild vom Breslauer Lobe-Theater. Er schreibt:
„Besten Dank für die Nachricht „das Friedensfest“ und „Biberpelz“ betref-
fend. Ob ich zu einer der Premieren werde zugegen s'ein können, weiß ich
heute noch nicht. Offen gestanden, bin ich Premiereln müde. „Hanneles“
Himmelfahrt“ habe ich bereits an Herrn Direktor Loewe vergeben ... Das
Stück verlangt ein Opernorchester und ein Chorpersonal, und so war es
eigentlich von vornherein auf das Stadttheater angewiesen.“

98b •— Eigenhändiger Brief m. Unterschrift. Berlin, 23. Oktober 1903.
1 Seite. 8°.

„Sobald ich selbst Exemplare meines neuen Sttickes (Rose Bemdt?) erhalte,
werde ich sehr gern eines an Sie abgeben. . . .“

98c — Brief m. eigenhändiger Unterschrift. Schreiberhau, 3. III. (18)92.
1 Seite. 8°.

Tragt Direktor Witte-Wild vom Breslauer Lobe-Tlieater an, ob sein „Cramp-
ton“ aus idealen oder Kassenrücksichten abgesetzt worden ist.

98d — Brief m. eigenhändiger Unterschrift. Berlin (Hotel Adlon), 8. Ja-
nuar 1911. 1 Seite. 8°.

Er übersendet „mit Vergnügen ein Billet für meine Premiere' fdie Ratten).
„Hoffentlich wird es mir auch möglich sein, Ihnen vor dem entscheidenden
Abend nocli ein Buch zu senden.'

99 Haydn (Joseph), der große Tondichter (1732—1809). Eigenhändiges

Schriftstück mit Unterschrift. Wien, 22. Nov. 1790. 3 Zeilen. 4°.

„Ich Endes Unterschriebener versprech'e, und ver-
pfände mich, Herrn Artaria heut über 8Tag die 6
neuen Variazionen für das Fortepiano einzuhä’nr
d i g e n.“ Mit voller Unterschrift.

100 Herberstein, Siegmund Freiherr von, berühmter Staatsmann und
Gesandter in Moskau, Minister unter Maximilian I., Ferdinand I. und
Maximilian II., bekannt durch seine ,,Gesch.ichte von Rußland“, eines
der ersten Bücher über Rußland, (1486—1566). Urkunde mit eigen-
händiger Unterschrift (1541). Quer-8°. 1 Seite. Gefaltet. Selten.

Unterschrieben in seiner Eigenschaft als Minister, gogemgezeichnet von
Kanzler von Leopoldstorff. An den Abt von Neuburg betreff.s des Salz-
siederechts in Gmunden.

101 Heine (Heinrich), der große Dichter (1797—1856). Eigenhändiger Brief
mit Unterschrift. Cauterez (Hautes Pyrenees), den 30. Juny 1841.
2ya p. 4°.

Se.hr schöner Brief anWeil, der B e z u g auf einen Ar-
tikel in der Mainzer Zeitung nimmt, in welchem be-
hauptet wurde, Heine hätte a u f offener Straße von
Salomon Strauß, dem Gatten der Madame Wohl-
Strauß, Ohrfeigen bekommen. „••• Was Sie mir von
Monsieur Strauß sagen, diesem miserablen Lügner,
ä o istvon diesem alles zu erwarteu — ich hoffe, Sie

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